Speyer Politischer Rückhalt für Speyerer Beleghebammen
Unterstützung für die Beleghebammen im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus hat die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) zugesichert.
Seiler hat sich nach Mitteilung der Stadt an politische Vertreter im Gesundheitsbereich auf Landes- und Bundesebene gewandt. Ihre Bitte an diese: „mit den Sprecherinnen der Hebammengemeinschaft Speyer ins Gespräch zu gehen und sich den Forderungen des Deutschen Hebammenverbands (DHV) anzuschließen“. Hintergrund sind Sorgen um die künftige Vergütung der freiberuflichen Geburtshelferinnen, die einen Großteil der jährlich mehr als 3500 Geburten im „Diak“, der größten Geburtsklinik im Bundesland, betreuen.
Sie befürchten deutliche Einkommenseinbußen ab 1. November, die das Beleghebammen-System gefährden könnten. Ein Problem: finanzielle Zuschläge gäbe es nur bei einer Eins-zu-eins-Betreuung von Gebärenden durch feste Hebammen über mindestens vier Stunden, was jedoch der Realität im „Diak“ mit oft mehreren parallelen Geburten nicht entspreche. „Es darf nicht sein, dass die neuen Regelungen zur unerlässlichen Eins-zu-eins-Betreuung auf den Schultern der Hebammen ausgetragen werden“, wird OB Seiler in einer Mitteilung der Stadt zitiert. Sie fürchte Beeinträchtigungen der Versorgungssituation auch in der Speyerer Geburtsklinik und spreche sich für Änderungen aus.