Handball
Pfalzliga-Derby zwischen Dudenhofen und Speyer hat auch tabellarische Brisanz
Die Handballerinnen und Handballer aus Dudenhofen und Schifferstadt veranstalten am Samstag ihren „Nikolausspieltag“. Wem der gute Mann heute Abend in der Neuen Kreissporthalle Schifferstadt Geschenke in Form von Punkten überbringt, ist völlig offen. Um 19 Uhr kreuzen in der Pfalzliga der Männer die HSG Dudenhofen/Schifferstadt und der TSV Speyer im mit Spannung erwarteten Derby die Klingen.
„Wir haben meiner Meinung nach den absoluten Favoriten auf den Aufstieg zu Gast. Speyer hat in den vergangenen Jahren qualitativ mit Spielern aus der Dritten Liga und Oberliga enorm aufgerüstet. Daher wollen wir uns mit unserer jungen Mannschaft möglichst gut präsentieren“, sieht HSG-Trainer David Oetzel die Favoritenrolle eindeutig bei den Domstädtern. TSV-Spielleiter Benjamin Eisensteck widerspricht nicht direkt, will aber offensichtlich auch Druck von den Seinen nehmen: „Wir als Aufsteiger wollen uns beim meist gehandelten Titelfavoriten gut verkaufen und unseren Fans ein gutes Spiel liefern.“
Der Verlierer ist wohl raus
Fakt ist, beide Teams befinden sich mit jeweils 12:4 Zählern in der Verfolgerrolle des Spitzenduos aus Kaiserslautern und Friesenheim/Hochdorf. Das Match erfährt seine Brisanz also nicht nur aus dem Derbycharakter, denn der Verlierer wird erst einmal weniger mit der Tabellenspitze zu tun haben.
Oetzel sieht die Erfahrung der Gäste in engen Spielsituationen, deren gute Abwehrarbeit mit Torsteher Tim Doppler, die individuelle Klasse der Einzelspieler sowie das Tempospiel nach vorne als die TSV-Stärken. „Wir wollen die Partie möglichst lange offen halten, um die erfahrene, mit ehemals höherklassig aktiven Spielern besetzte Truppe am Ende ärgern zu können“, so der Übungsleiter. Ein positives Ergebnis sei nur mit einer guten Abwehrarbeit möglich. Und man müsse das Torhüterduell für sich entscheiden. Heißt konkret, der Spielraum der starken Rückraumakteure Markert, Weber, Balaz, Ruß und Thiemann und deren Zusammenspiel mit den Kreisläufern muss eingeschränkt werden. Gelingt dies, will Oetzel mit Tempo nach vorne agieren, weil er Schwächen im Speyerer Rückzugsverhalten ausgemacht hat.
Hält Hubers Knie?
Das Mitwirken von Dominik Selinger, der sich seit Wochen mit Rückenschmerzen herumplagt, ist fraglich. Christopher Huber kann spielen, wenn sein Knie die Trainingsbelastung gut vertragen hat. Konrad Worf ist mittags mit der männlichen A-Jugend in Saarlouis am Ball, steht bei den Herren aber zur Verfügung. Ausfallen werden definitiv Marco Schneider (Bänderriss) und Paul Schutzius, der an einem Knorpelschaden im Knie laboriert.
„Das ist eine sehr junge und gut ausgebildete Truppe mit schnellem Spiel nach vorne, die noch konstanter werden muss“, sagte Eisensteck über den Gegner. Für die TSV-Spieler, die eine Vergangenheit bei den Gastgebern haben, sei es selbstverständlich ein besonderes Spiel. Auch wenn er von den Speyerern „Kampf von Anfang bis zum Schlusspfiff“ fordert, soll es trotz der Rivalität fair bleiben. Aktuell steht der Einsatz von Denis Krieg aufgrund einer Verletzung aus dem Spiel in Waldsee auf der Kippe. Eisensteck empfiehlt den Fans, wegen der kleinen Halle rechtzeitig anzureisen.