Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligist TuS Mechtersheim hofft auf Big Points in Koblenz

Wäre nach abgelaufener Sperre wieder einsatzbereit: Nicolas Kortus (rechts).
Wäre nach abgelaufener Sperre wieder einsatzbereit: Nicolas Kortus (rechts).

Der TuS Mechtersheim will im Kampf um den Klassenverbleib bei RW Koblenz nachlegen. Coach Nauwid Amiri erlebt ein Debüt.

RÖMERBERG. Mit neuem Rückenwind geht es für den TuS Mechtersheim im Kampf um den Oberliga-Verbleib mal wieder nach Koblenz. Am Samstag (14 Uhr) soll bei den Rot-Weissen im Stadion Oberwerth nachgelegt werden.

„Wenn wir gewinnen, können wir zwei, drei Plätze in der Tabelle klettern, das ist die Riesenchance zu einem Big-Big-Point“, erklärt TuS-Trainer Nauwid Amiri, der diese Woche in Speyer Vater eines Sohnes geworden ist und am Samstag auf seinen Trainer-Kompagnon Ralf Gimmy aus privaten Gründen verzichten muss. Nach dem 3:1-Erfolg gegen Karbach sei man wieder „mittendrin“ im Kampf um den Klassenverbleib. Drei Tore in einem Spiel habe die Mannschaft mit dem ligaweit schwächsten Angriff überhaupt erst zweimal in der laufenden Runde erzielt.

Kein Selbstläufer

Amiri wird in Koblenz erstmals, wie dann ab nächster Runde ohnehin, alleinverantwortlich an die Seitenlinie stehen. Bei den körperlich robusten FC-Kickern, die wie die jüngsten Gegner auch gefährlich bei Standards seien, hofft Amiri auf einen „sehr guten Tag“ der Seinen, „denn den werden wir dort brauchen“. Zwar ist Koblenz seit zwölf Oberliga-Spielen, also seit Ende November 2024, sieglos und hat auch das Rheinland-Pokalfinale gegen Ligakonkurrent FV Engers am 24. Mai im Kopf umherschwirren, doch brauchen die Mannen vom Deutschen Eck noch Punkte, um den Klassenerhalt abzusichern. Als Rangneunte mit 36 Zählern haben sie noch keine absolute Sicherheit. „Sicher ist dort eine kleine Verunsicherung, wenn man so lange nicht gewinnt, aber sie haben auch Qualität, sind physisch stark, marschieren über 90 Minuten“, betont Amiri, dass die Aufgabe mitnichten zum Selbstläufer werde.

Mit Nicolas Kortus, der nach abgesessener Sperre wieder eine Option, auch für die Startelf, ist, wurde ebenfalls gesprochen: „Er ist ein sehr guter Spieler, rennt 90 Minuten, kämpft und ist aggressiv, aber er muss es hinbekommen, dass er seine Stärken einsetzt und trotzdem cleverer agiert. Wir glauben noch an einen Lerneffekt, aber wir als Trainer lernen auch. Wenn er Gelb bekommt, muss er runter“, sagt Amiri rückblickend zur jüngsten Gelb-Roten Karte, die der von ihm auf der Sechser-Position eingesetzte Defensivspezialist in Morlautern sah.

Bormeths wieder dabei

Erstmals im Kader wird auch Marcel Bormeth stehen. Der Mittelfeldspieler hatte seinen Wechselwunsch bei der TSG Pfeddersheim im Winter hinterlegt, die Vereine konnten sich aber nicht einigen, weshalb Bormeth in Mechtersheim trainierte, jedoch eine Wechselsperre abzusitzen hatte. „Er ist ein sehr guter Spieler, der uns noch mal sehr weiterhelfen wird“, betont Amiri.

Bis zum Saisonende ausfallen wird Max Laubersheimer, der sich gegen Karbach wohl einen Anriss des Kreuzbandes zugezogen hat. „Das ist bitter, weil er es richtig gut gemacht hat. Nächste Runde wird er bei mir eine Chance bekommen“, sagt Amiri. Für den Verletzten wird Sascha Banspach in den Kader rücken, für den dort gegen Karbach kein Platz frei war. Fehlen wird Maximilian Krüger mit Problemen am Schambein.

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