Breitensport RHEINPFALZ Plus Artikel Modernisierungswelle und ein Wunsch

 Die stark beschädigten Tartandecken werden erneuert. Das freut auch die Gymnastikdamen der TG Waldsee.
Die stark beschädigten Tartandecken werden erneuert. Das freut auch die Gymnastikdamen der TG Waldsee.

Die TG Waldsee bringt ihr Vereinsgelände auf Vordermann. Gebäude werden saniert, Plätze erneuert. Das kostet den Verein viel Geld. Vorsitzender Rainer Claus spricht von 120.000 Euro. Doch es ist eine Investition in die Zukunft. Ein Vorhaben aber muss erst einmal verschoben werden – es sei denn, der Lotto-Schein wird richtig ausgefüllt.

„Leider gibt es keine Kneipp-Anlage, das wäre mein Wunsch gewesen“, sagt Rainer Claus, Vorsitzender der TG Waldsee. Doch mal abgesehen von diesem Tüpfelchen auf dem i wird im Moment auf dem TG-Sportgelände einiges neu gemacht. Auf dem „roten Platz“ hätte Claus das Wasserbecken gerne gesehen. Der Unterhalt wäre jedoch zu teuer gewesen. Außerdem haben sich die Pläne für den Platz geändert. Denn durch den Bau der Rheinauenhalle zwei ist der Platz kleiner geworden. Der Verein wollte den Platz dann ursprünglich in drei Teile aufteilen: einen öffentlich zugänglichen Bolzplatz, einen Platz mit Bewegungsgeräten und ein Beachvolleyballfeld.

Für Allgemeinheit gesperrt

Doch es kam anders. Der Klub hat sich entschlossen, die stark beschädigte Tartandecke zu erneuern, um doch noch ein Handballfeld im Freien zu haben. Außerdem werden auf dem Belag zwei Handball-Kleinfelder eingezeichnet – ein Tennisfeld, das auch für Faustball genutzt werden kann. Und es werden Basketballkörbe aufgehängt, allerdings ohne Markierungen. Der Platz, den im Moment neben der TG noch die Volkshochschule und die Hermann-Gmeiner-Schule, aber auch viele Privatpersonen nutzen, wird dann mit einem vier Meter hohen Stabgitterzaun eingezäunt und mit einer Schließanlage versehen. Er ist dann für die Allgemeinheit nicht mehr zugänglich. „Es tut mir leid für die vielen Kinder, die da im Moment drauf spielen“, sagt Rainer Claus. Doch in der Vergangenheit sei der Platz ziemlich beschädigt worden. Der Zaun soll möglichst noch im Juni montiert werden, der Boden wird voraussichtlich im Juli ausgetauscht.

Die Volleyballer dürfen sich trotzdem über ein neues Beachvolleyballfeld freuen. Das ist schon fast fertig. Es steht hinter der Rheinauenhalle zwei. Mit dem Aushub, der dabei angefallen ist, haben die Bogenschützen hinter ihren Zielscheiben einen Wall errichtet bekommen. Zwischen dem Beachvolleyballfeld und dem roten Platz wird ein rund sechs mal sechs Meter großes Lager gebaut. Hinter dem Durchgang zwischen den beiden Sporthallen wird ein Fußwaschbecken für die Sportler installiert.

Der Asphaltplatz hinter dem Turnerheim soll hergerichtet werden. Das war ursprünglich mal ein Handballfeld und wird jetzt zum Teil als Parkplatz genutzt. Die vielen Längsrisse werden ausgegossen und die Wellen geglättet. „Das sind eher Verkehrssicherungsmaßnahmen“, erklärt der TG-Chef. Auch das soll in den nächsten Wochen geschehen. Insgesamt rechnet Rainer Claus mit Kosten in Höhe von 120.000 Euro. Abzüglich der Zuschüsse von Sportbund, Kreis und Ortsgemeinde Waldsee muss die TG noch 70.000 Euro stemmen. „Das Geld ist vorhanden“, versichert Claus.

Nette Überraschung

Schon im vergangenen Jahr hat der Verein begonnen, sein Turnerheim zu renovieren. Ende 2020 wurde der Vorratsraum neu gefliest sowie der Kühlraum und die Personaltoiletten erneuert. In den nächsten Wochen wird in der Gaststube ein neuer Boden verlegt und eine neue Falttür installiert. Die Kosten für die Arbeiten bis dahin betragen rund 40.000 Euro. Im kommenden Jahr ist dann die Küche an der Reihe. „Und das Dach ist auch wird auch noch erneuert“, versichert Rainer Claus. Außerdem werden die Anbauten Stück für Stück abgerissen und durch neue ersetzt.

Während der Planung haben die Verantwortlichen TG Waldsee noch eine kuriose Entdeckung gemacht. Bisher waren sie davon ausgegangen, dass das ganze Gelände in Erbbaurecht von der TG gepachtet ist. Entsprechende Verträge gibt es, Pacht wurde auch gezahlt. Allerdings hat sich herausgestellt, dass lediglich für das Gelände, auf dem das Turnerheim (ohne Anbau) steht, diese Erbbaurechtsverträge im Grundbuch vollzogen wird. Auch das wird baldmöglichst korrigiert.

Und die Kneipp-Anlage? Die behält Rainer Claus mal im Hinterkopf – und spielt Lotto. „Wenn ich gewinne, bau ich sie allein“, sagt er lachend.

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