Speyer Lemmert übernimmt
«Waldsee.» Markus Lemmert wird zu Beginn der kommenden Spielzeit neuer Trainer des Frauen-Oberligisten TG Waldsee.
Der Heiligensteiner pausiert seit 2018, nachdem er die Damen des TuS Heiligenstein in die Pfalzliga und dort 2017 hinter Waldsee zur Vizemeisterschaft führte. „Wir haben nach einer Bestandsaufnahme den Entschluss gefasst, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben wollen“, sagte TG-Abteilungsleiter Tobias Keller. Er sei Götz für die gute Arbeit dankbar, und die Entscheidung falle nicht leicht, meinte Funktionär Keller. Trotzdem sollten neue Anreize und ein neuer Input die Damen noch weiter voranbringen: „Wir haben uns für Markus Lemmert entschieden, weil er in Heiligenstein sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat.“ Er hofft, mit dem Mann aus der Region und selbst erfolgreichen Handballer einen guten Trainer verpflichtet zu haben: „Seine Spielphilosophie hat mich überzeugt.“ Derweil starteten die Frauen gestern Abend mit einem Paukenschlag die Punktspiele im neuen Jahr. Vor 100 Zuschauern stürmten die Götz-Schützlinge nach einer furiosen ersten Halbzeit zu einem in dieser Höhe sicher nicht erwarteten 27:19 (19:12)-Erfolg im pfälzischen Derby bei der TSG Friesenheim. Mit jetzt 13:17 Punkten sprang Waldsee auf Rang sieben nach vorne. Friesenheim lag nie in Führung, blieb nur in der Anfangsphase bis zum 2:2 dran (4. Spielminute). Über 4:2 lösten sich die Gäste auf 10:4 durch Julia Barths Siebenmeter (16.). Beim 15:6 durch Kim Knittel erzielte die TG den größten Vorsprung (22.). Bei Waldsee klappte alles wie vorgestellt. Die wirklich sehr starke und vor allem konzentriert arbeitende Gästeabwehr mit der gut haltenden Caro Claus im Tor bekam TSG-Angreiferin Johanna Ebel in den Griff. Nadine Fischer ackerte in der Verteidigung großartig und setzte sich auch in der Offensive durch. Ballgewinne setzten die Waldseerinnen teilweise in Kontertore um. Im Positionsangriff spielten sie Konzepte erfolgreich zu Ende. „Wir haben alles, was wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt“, sagte Coach Götz: „Das war vielleicht die beste Halbzeit in der laufenden Spielzeit.“ Er wechselte schon früh sein Personal, ohne dass ein Bruch entstand. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends. Im zerfahrenen Geschehen leistete sich auch Waldsee mehr technische Fehler. Im Spiel nach vorne wirkte die TG bisweilen zu hektisch und verlor öfter das Spielgerät schon in der Aufbauphase. Friesenheim mühte sich zwar, kam aber nicht mehr so nahe heran wie beim Pausenpfiff von Hehn/Höger (5/2 Zeitstrafen). Das lag in dieser Phase vor allem an Torfrau Claus, die Schlimmeres verhindert und dem Gegner jetzt endgültig den Zahn gezogen habe, wie Götz es beschrieb. Die TG ließ nichts mehr zu und behauptete stets einen Vorteil von bis zu neun Treffern. Mareike Schwarz erzielte das letzte TG-Tor zum 27:18.