Speyer IG Metall: Aufbegehren am Altpörtel

„Wir beginnen heute damit, den Druck zu erhöhen“, betonte Günter Hoetzl (Frankenthal), Erster Bevollmächtigter der IG Metall, gestern bei einer Warnstreik-Kundgebung der Gewerkschaft am Altpörtel. Es geht ihm um tarifliche Verbesserungen für die Mitarbeiter der Metall- und Elektroindustrie.
Gut 500 Mitarbeiter von PFW, Bopp & Reuther, Mann + Hummel (alle Speyer) und Staehle (Schifferstadt) waren vom Gelände der Flugzeugwerke sowie vom Festplatz aus durch die Innenstadt marschiert. Da die Arbeitgeber bisher auf die Forderungen (5,5 Prozent mehr Lohn, Alters- und Bildungsteilzeit) ungenügend reagiert hätten, fühle er sich verhöhnt, sagte Jörg Köhlinger von der IG Metall in Frankfurt. Er kritisierte neben den Arbeitgebern das Speyerer Ordnungsamt, weil es den Betrieb eines angeblich zu lauten Stromgenerators für die Kundgebung verboten habe; die Organisatoren mussten stattdessen zu Megafonen greifen. Auch Sprecher aus den Betrieben gingen auf die Bühne; Ulli Valnion steuerte Lieder bei. Wenn es in der nächsten Verhandlungsrunde morgen keine Einigung gibt, ist Hoetzl zufolge für 20. Februar eine umfassendere Aktion in Speyer geplant. „Dann reicht der Platz am Altpörtel nicht aus, dann gehen wir auf den St.-Guido-Stifts-Platz“, so Hoetzl, der für diesen Fall die Beteiligung von Kollegen aus weiteren Städten ankündigt. „Speyer ist eine schöne Stadt“, begründete er schmunzelnd die Wahl. (pse)