Speyer Hirschgraben: Verschiedene Meinungen bei CDU

«Lingenfeld/Westheim.»Soll der „Hirschgraben“ für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden? In der Lingenfelder CDU gibt es dazu unterschiedliche Meinungen: Fraktionsvorsitzender Rolf Freytag ist für eine Öffnung, Vorsitzender Peter Beyer ist dagegen skeptisch.
Dass Lingenfeld schon seit Jahren ein Verkehrsproblem hat, ist beiden bewusst. „Wir können Verkehr in Lingenfeld nicht vermeiden, aber versuchen, ihn zu verteilen – nach Westheim Richtung Neustadt“, sagte Freytag bei der CDU-Mitgliederversammlung und plädierte für die Hirschgraben-Öffnung. Seine Hoffnung: dass dadurch die Germersheimer und die Neustadter Straße „ein klein wenig entlastet werden“. Freytag weiß, dass die Anlieger des Hirschgrabens gegen eine Öffnung sind. Denn: Als das Baugebiet damals entstand, sei diesen zugesagt worden, dass der Weg „auf keinen Fall“ geöffnet werde. Mittlerweile seien aber fast 35 Jahre vorüber: „Da ändern sich Situationen“, sagte Freytag. Er sieht den Hirschgraben als Ortsverbindungsstraße und hält es deshalb auch nicht für erforderlich, dass der Weg – wie vom Landesbetrieb Mobilität empfohlen – auf sechs Meter verbreitert werden muss. Als Beispiel nennt er die Raiffeisenstraße, die von Altdorf nach Duttweiler führt. „Dass wir uns mit Westheim einigen könnten, die Straße zu unterhalten, glaube ich schon“, so Freytag. Als „Ziel“, „Anliegen“ und „großes Thema“ bezeichnet Peter Beyer die örtliche Verkehrsberuhigung. Die Ortsgemeinde habe in der Vergangenheit diesbezüglich viele Diskussionen geführt, sich um eine weitere B 9-Auffahrt bemüht. Ohne Erfolg. Die Öffnung des Hirschgrabens hält Beyer „nicht ganz für gut“. Er befürchtet, dass sich bei einer Freigabe „die Anzahl der jetzigen Fahrzeuge mit Sicherheit verdoppele oder sogar verdreifache“. Beyer: „Da werden wir unsere Probleme erst recht kriegen.“