Römerberg
Handball: Heiligenstein feiert Derbysieg
Die gastgebenden Herren von TuS Heiligenstein sicherten sich mit dem 31:28 (16:16) gegen den TSV Speyer einen von vielen nicht erwarteten Pfalzliga-Erfolg. Das Spiel lange offen halten und am Ende vielleicht eine Überraschung schaffen, so lautete die Devise von TuS-Trainer Thorsten Morio.
Doch seine Schützlinge hielten nach dem Seitenwechsel nicht nur mit, sondern gaben auch über weite Strecken den Ton an. Morio musste nicht bis zum Schluss warten, ehe der doch relativ sicher herausgearbeitete Erfolg konkret Gestalt annahm. „Wir haben eine super Abwehrleistung geboten“, sagte er.
Gut gekontert
Morio: „Maxi Bouche im Tor hat einige freie Würfe abgewehrt. So konnten wir über Konter einfache Tore erzielen“, lobte Morio den starken Auftritt der Seinen. Speyer füllte seine Favoritenrolle nur im ersten Drittel des Matches annähernd aus.
Nachdem Yannick Gerbes den Torreigen mit dem 1:0 eröffnet hatte, gaben die Gäste die Schlagzahl vor bis zum 9:12, erzielt von Spielertrainer Denis Markert. Dennoch, so richtig ins Rollen kam das Spiel der Domstädter nicht.
Aufgehender Plan
Markerts TuS-Pendant Morio nahm eine Auszeit, gab Sven Hoffmann im rechten Rückraum eine Pause und brachte für ihn vorübergehend Felix Turich. „Wir haben weiter an uns geglaubt und den Matchplan durchgezogen“, so Morio. In der Folge schafften die Römerberger durch Nico Fohs beim 12:12 den Gleichstand.
Bis zum Pausentee verlief das Geschehen ausgeglichen, auch, weil die Hausherren gegen TSV-Keeper Tim Doppler fortan besser abschlossen. Im zweiten Spielabschnitt blieb das TuS-Offensivspiel diszipliniert, fiel die Anzahl der Ballverluste sehr gering aus. Speyers Arik Weber musste nach einem Zweikampf mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus.
Durchweg versagt
Heiligenstein zehrte in der Schlussphase von seinem Sechs-Tore-Vorteil. Der Erfolg kam nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Von einer großen Enttäuschung sprach hernach TSV-Spielleiter Benjamin Eisensteck. Abwehr nicht vorhanden, keine Torwartleistung, zu viele technische Fehler und vergebene Chancen – der TSV habe durchweg versagt.
„Wir sind nicht in den Derbyflow gekommen. Der TuS hat einen ganz anderen Willen an den Tag gelegt, und wir konnten uns nicht mehr pushen“, mangelte es den Speyerern aus seiner Sicht vor allem an der richtigen Einstellung.
So spielten sie
TuS Heiligenstein: Bouche, Adamo - Hoffelder (7/3), Yannick Gerbes (6), Hoffmann (7) - Handermann (3), Schulze (2) - Fohs (3) - Köglmeier, Repp, Fritzenwanker, Turich (3)
TSV Speyer: Doppler, Handwerker - Weber, Denis Markert (9), Russ (3) - Krick (2/1), Balaz (2) - Fischer (1) - Koch (3), Hauck (4), Thiemann (2), Heid (1), Jann (1), Messerschmitt.
Spielfilm: 1:0 (3.), 9:12 (21.), 12:12 (23.), 13:15 (27.), 16:16 - 19:16 (35.), 24:18 (41.), 29:26 (59.), 30:28 (60.), 31:28 - Zeitstrafen: 2/4 - Siebenmeter: 5/3 - 1/1 - Beste Spieler: Bouche, Yannick Gerbes, Hoffelder, Hoffmann - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Keiber/Hellmann (Ottersheim/Kuhardt).
Rheinpfalz-Tipp: 28:31
Unser Tipp war zwar in der Tendenz falsch, ist aber kurioserweise mit den richtige Zahlen erfolgt – nur in verkehrter Reihenfolge.