Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Heiligenstein erwartet Speyer zum Derby

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Es ist wieder Derbyzeit in der Pfalzliga der Herren. Am Sonntag (18 Uhr) kreuzen mit TuS Heiligenstein und TSV Speyer zwei unmittelbare Nachbarn die Klingen.

„Wir wollen den Favoriten ärgern und das Spiel lange offen halten, um am Schluss vielleicht die Überraschung zu schaffen“, sagt TuS-Übungsleiter Thorsten Morio. Allein das Tabellenbild betrachtet, ist Speyer in der Tat in der Position des Favoriten.

Gegnerische Freude

Der Aufsteiger, der sich im Hinspiel 33:25 durchsetzte, belegt mit 23:7 Zählern gleichauf mit HSG Dudenhofen/Schifferstadt Rang zwei. Heiligenstein ist Achter (12:18). „Ich hoffe auf ein geiles, faires Derby und dass viele aus Speyer den Weg zum Nachbarn finden. Danach ist erst mal Spielpause zwecks Fasching“, teil TSV-Spielleiter Benjamin Eisensteck mit.

Der Funktionär: „Heißt, alles geben und die zwei Punkte mit in die Domstadt nehmen.“ Morio will die Gäste mit einer stabilen Abwehr unter 30 Toren halten, wobei ihm klar ist, wie schwer das ist. Er sieht den TSV auf jeder Position gut besetzt.

Starker Torwart

Schwächen erkennt er nicht wirklich und nennt in Keeper Tim Doppler, „der im Hinspiel viele freie Bälle von uns gehalten hat“, einen Leistungsträger. Es gelte, das effektive Kreisläuferspiel, das von Trainer Denis Markert immer wieder klug inszeniert, einzuschränken. Gegen Linkshänder Fabian Russ müsse der TuS im Eins gegen eins effektiv verteidigen.

Der eigenen Offensive verordnet er Disziplin sowie viel Tempo und hofft auf wenige technische Fehler. Eine Personalie in eigener Sache teilte Morio noch mit: Er hört am Ende der Spielzeit als TuS-Trainer auf. Die Domstädter machten es dagegen zuletzt in eigener Halle spannend.

Intensives Spitzenspiel

Gegen die TG Waldsee waren die Markert-Schützlinge nur um einen Treffer besser, und das 30:31 gegen Spitzenreiter HSG Friesenheim/Hochdorf III war im Kampf um die Meisterschaft vielleicht bereits der entscheidende Fehlgriff. Das intensive Spitzenspiel (5/8 Zeitstrafen) hat Spuren hinterlassen.

Laut Eisensteck war offen, wer wegen erlittener Blessuren eventuell fehlt. Den Gastgebern attestiert er eine eingespielte Mannschaft mit einem durch Luca Hoffelder und Sven Hoffmann stark besetzten Rückraum. Speyer stellt sich auf ein kampfbetontes Match mit hoch motivierten, keineswegs zu unterschätzenden, Hausherren, ein.

Dem Derbycharakter misst Eisensteck schon gewisse Bedeutung bei: „Aber wir gehen das Spiel genau wie jedes andere an.“ Er sieht insbesondere seine Abwehr in der Pflicht, Paroli zu bieten und erwartet eine bessere Verwertung der Torchancen: „Im Hinspiel haben wir den Torhüter des TuS gut aussehen lassen. Das wollen wir vermeiden.“

Rheinpfalz-Tipp: 28:31

Speyer gewinnt , weil sich die in der Summe etwas bessere individuelle Qualität und Erfahrung durchsetzen.

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