Speyer
Handball: Feriencamp beim TSV
„Für die Kondition machen wir viel“, berichtet Simon und sieht nicht unglücklich darüber aus, gerade am Mittwoch viel in der Halle zu laufen. „Heute gibt es jede Menge Tempospiele“, verrät Pascal Lang, der das Handballcamp mit Moritz Dornseiff leitet. Froh sind die auswärtigen Coaches, in den Ehrenamtlichen des TSV tolle Unterstützung zu finden.
„Es ist toll, dass sich unsere A-Jugendspieler dazu bereit erklärt haben, als Trainer mitzumachen“, sagt Kobra-Sprecher Benjamin Eisensteck über die Motivation und das Gemeinschaftsgefühl der Handballer über alle Altersklassen hinweg. Ausgelaufen sei das Modell eines Sportcamps in den Ferien längst nicht, meint er – im Gegenteil.
Bock drauf
„Gerade nach der Pandemie hat jeder wieder Bock drauf und zu schätzen gelernt, dass es solche Angebote gibt.“ Über 40 Kinder in der Halle zeugen davon, dass Eisensteck Recht hat. Sein Sohn Tim (13) pflichtet dem Vater voll bei. „Mir gefällt, dass wir in den Ferien Handball spielen können und keine Pause machen müssen“, sagt er unserer Zeitung.
Leonie (13) – eines von zwei Mädchen im Camp – findet nicht nur die Trainer richtig nett, sondern ist begeistert vom Übungsinhalt. „Hier kann ich viel lernen, gerade im Angriff- und Abwehrtraining“, betont sie. Individuell gefördert zu werden, gefällt Leonie.
Unterschiedliches Niveau
„Die Kinder haben alle Handballerfahrung, können aber aufgrund der Altersspanne natürlich unterschiedlich viel“, hebt Lang hervor. Zwischen zehn und 15 Jahre zählen die Nachwuchsspieler. „Wenn sie etwas aus dem Camp mitnehmen, merken das die Vereine im Training“, macht er deutlich.
Eisensteck ergänzt: „Für die Übungsleiter ist das Camp insofern gut, als dass sie neue Übungen kennenlernen, die sie ins Training integrieren können.“ Der zwölfjährige Ilay genießt die Zeit mit den anderen Handballern. „Es ist super, dass so viele da sind“, unterstreicht er.
Über Nachwuchsmangel können die TSV-Kobras bei der Jugend aktuell nicht klagen. Bis zur C-Jugend spielen 30 bis 35 Kinder pro Mannschaft. Respekt zollt Lang dem Verein dafür – ebenso wie für die Zusammenarbeit beim Camp. Sogar die Verpflegung ist hausgemacht. Dafür sorgt Jasmina Werner an allen Tagen.