Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Camp der HSG in Schifferstadt

Handball ist cool: die Kinder beim Camp in Schifferstadt.
Handball ist cool: die Kinder beim Camp in Schifferstadt.

Lina Bäres fand es ganz und gar nicht toll, Handball vom Schreibtisch aus zu spielen. Im weitesten Sinne musste das die Zwölfjährige eine ganze lange Weile tun in Corona-Zeiten. Umso mehr lässt sie es nun beim Camp der HSG Dudenhofen/Schifferstadt krachen. Auf den Mittwoch freut sie sich besonders.

Lina denkt zurück an die Tage, in denen sie Videos von den Trainern geschickt bekam und versuchte, die Übungen zuhause nachzumachen. „Die ganze Zeit vor dem Tablet zu sitzen, ist nicht toll, vor allem, weil das nicht immer funktioniert hat. Mal war der Ton weg, dann das ganze Bild“, berichtet sie.

Dafür lebt das Mädchen jetzt wieder im Kreise Gleichgesinnter in der Alten Kreissporthalle Schifferstadt auf. „Mir macht Handball Spaß, wegen der Gemeinschaft und weil ich neue Freunde kennengelernt habe, mit denen ich auch sonst regelmäßig etwas unternehme“, erzählt Lina.

Viel gelernt

Die Begeisterung für den Sport packt Max Schubert (10) in einen Satz: „Handball ist einfach cool.“ Sechs Jahre steht er schon auf dem Feld. Beim letzten Camp hat er vieles gelernt, wie er betont. Sein Namenskompagnon Max Mehnert konkretisiert: „Ich bin nicht so durchsetzungsfähig und denke, dass ich das durch das Training im Camp verbessern konnte.“

Das gleiche gilt bei Lina für den Standwurf, an dem sie in diesem Jahr weiter feilt. Jugendwart Gideon Metzger zeigt sich angetan von der Motivation der Nachwuchsspieler. 43 zwischen acht und zwölf Jahren und aus sieben Vereinen aus der Region, die sich bis Landau zieht, machen mit: „Die Kinder sind sehr dankbar.“

Niveau sinkt

Metzger: „Es ist schön zu sehen, dass so viele zusammen trainieren können.“ Durchaus spürbar sei, dass das Leistungsniveau durch die weggefallenen und später unregelmäßigen Übungsstunden abgefallen ist. „Es ist deutlich unter dem, was wir in dem so genannten goldenen Lernalter gewohnt sind“, betont der Jugendwart.

Dankbar ist er daher, dass das Trainerteam versuche, so viel aufzuholen wie es geht. Individuell gestalten die Betreuer die Einheiten am Vormittag. Koordination und Athletik sowie kleine Spieleinheiten ergänzen das Camp-Programm. Am Dienstag gab es zusätzlich Ernährungsberatung. Für Mittwoch plant Metzger etwas Besonderes.

„Wir bekommen Besuch von zwei Spielern der Eulen Ludwigshafen, die mit den Kindern trainieren und später Fragen beantworten“, kündigt er Gäste des Zweitligisten an. Lina und die beiden Jungs sind derweil wieder voll mit Auspowern beschäftigt. Auf die Profis freut sich das Trio von Anfang an. Welche Fragen sie stellen. bleibt unbeantwortet. Die Hauptsache für alle ist, dass die „schlimme Zeit ohne Handball“ – wie Max Schubert sie nennt – endlich vorbei ist.

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