Speyer Gimmy voll des Lobes

Waldalgesheim. Verbandsligist FC Speyer hat’s noch mal gemacht und gegen den hocheingeschätzten SV Alemannia Waldalgesheim wie im Hinspiel ein 0:0 erzielt – gestern Nachmittag sogar auswärts.
Sah Speyers Trainer Ralf Gimmy schon in der Vorrunde die vielleicht beste Saisonleistung seiner Mannschaft, schwärmte er über die ersten 20, 25 Minuten mit Ausnahme der Ausbeute vom bisher besten Spiel seiner Auswahl: „Wir hatten gefühlte zehn Ecken gegen solch eine Mannschaft. Da war selbst ich überrascht.“ Doch die hochkarätigen Möglichkeiten verpufften. Eric Häußler und Marvin Sprengling mit einer Doppelchance (10.) machten den Anfang, gefolgt von Milot Berisha und anderen. Coach Gimmy zur RHEINPFALZ: „Der Killerinstinkt fehlt.“ Dann kam Waldalgesheim besser ins Spiel. FC-Torwart Sascha Rausch hielt die Null fest (35.). Weitere kleinere Gelegenheiten der Alemannen reihten sich an. Nach dem Wechsel verzeichnete der SV mehr Ballbesitz. „Wir haben aber keine klaren Torchancen mehr zugelassen“, berichtete Gimmy. Im Gegenteil: Berisha köpfte freistehend über den Kasten (80.). Kurz darauf sah Sprengling nach einem laut Gimmy normalen Zweikampf die Rote Karte und fehlt nun am Samstag im Sportpark gegen SC Idar-Oberstein. Waldalgesheim drückte. Aber Speyer brachte den Punkt heim. Setzten die Domstädter zu Saisonbeginn noch auf eine Fünfer-Abwehrkette, vertrauten sie gestern wieder wie zuletzt dem Spiel zu viert. Gimmy: „Das passt. Unsere Offensiven zeigen guten Gegnerdruck.“ Beide Trainer hätten nach dem Abpfiff von einem guten 0:0 gesprochen: „Es war ein spannendes Spiel über 90 Minuten, höchst intensiv, mit hoher Laufbereitschaft, Leidenschaft und Aggressivität, also allen Faktoren, die ein Fußballspiel ausmachen.“ Der Trainer überschüttete seine Elf mit Lob, zunächst für die Vorstellung in Rheinhessen, weil sie dagegengehalten habe. Genauso freut Gimmy aber, dass Speyer mindestens auf Tabellenplatz vier überwintert: „Das ist ein toller Erfolg, großes Lob. Das spricht für den Charakter. Das hatten wir so nicht erwartet.“ Für noch mehr fehle die Cleverness im Vergleich zu den ausgebufften Teams und der Druck im Zweikampf. So spielten sie FC Speyer: Rausch - Bundus, De Vico, Backmann, Kirch - Izgec (70. Gass), Catovic - Vinciguerra (46. Thau), Sprengling, Häußler (80. Esen) - Berisha. |mer