Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gesundheitstag: Mit Kreativität im Gedächtnis bleiben

Kinderkrankenschwester Elli Lajewski (Mitte) demonstriert Familie Maier die Versorgung eines Kindes.
Kinderkrankenschwester Elli Lajewski (Mitte) demonstriert Familie Maier die Versorgung eines Kindes.

Zum sechsten Mal wurde der Gesundheitstag des Praxisnetzes (Pravo) Vorderpfalz am Samstag ausgerichtet – erstmals auf der Maximilianstraße. Das war nicht die einzige Neuerung.

Zwischen Stadthaus und Geschirrplätzel reihten sich die mitwirkenden Institutionen aneinander, boten ein interessantes Portfolio an praktischem Wissen und hilfreichen Tipps. Den größten Standplatz nahm das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus ein. Premiere hatte das onkologische Zentrum, das die Vielfalt seiner Behandlungsfelder vorstellen wollte. Seit eineinhalb Jahren gibt es die Einrichtung in der jetzigen Form und ist als solche auch von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert, informierte Krankenhaus-Sprecherin Barbara Fresenius. Im Fokus am Stand: eine Brustprothese, an der drei Tumore ertastet werden sollen. „Durch das interaktive Angebot sind die Leute sehr interessiert“, freute sich Ärztin Kim-Kristin Rohr-Kräutle über regen Zuspruch von Frauen aller Altersklassen.

Markus Florian, der für die jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) zuständig ist, war kreativ geworden: Beim „Medical Juke Box Hero“ lernten die Besucher beispielsweise, dass der Song „Night Fever“ den Rhythmus bei der Reanimation vorgibt oder „Circle Of Life“ die Arbeit einer Hebamme skizziert.

Von Hausnotruf bis zur Blutspendeinformation

Um Stabilität und Gleichgewicht im Zusammenhang mit Sturzprävention im Alter ging es dem Team von Theraneos Speyer. Von Beginn an ist die vielschichtig angelegte Praxis für Physio- und Ergotherapie beim Gesundheitstag dabei. „Es gibt keine Auswertung über den Erfolg nach der Veranstaltung, aber wir bleiben in jedem Fall bei den Menschen im Gedächtnis“, war sich Sporttherapeutin Jeanette Ohl sicher und verstand die Aktion als Chance.

Das war auch dem DRK wichtig. Deshalb war der Kreisverband Speyer mit allem angerückt, was er zu bieten hat – vom Hausnotruf bis zur Blutspendeinformation. Überraschend für viele: die hilfreiche Wirkung der Rotkreuzdose. Im Inneren: Angaben zu Medikation und Erkrankungen des Patienten. „Viele lachen, wenn wir sagen, sie wird im Kühlschrank aufbewahrt“, berichtete Kreisgeschäftsführerin Simone Heilmann. Der Grund dafür ist einfach: „Den Kühlschrank findet der Rettungsdienst immer.“

Interesse über Altersgruppen hinweg

Hörtest, Fitnesscheck, Prothesenberatung – auf kurzer Strecke war beim Gesundheitstag in der Innenstadt zusammengefasst, was sich üblicherweise im Domgarten anordnet. Das Ausweichen war aufgrund einer Termindopplung am gewohnten Standort notwendig geworden. Die hob sich zwar vor dem Gesundheitstag noch auf, doch die Erstellung eines zweiten Sicherheitskonzepts war nicht mehr leistbar. Philipp Kabs, Geschäftsführer von Abenteuer erleben, hatte sich um dieses gekümmert.

Pravo-Sprecher Manfred Schmitt machte im Gespräch mit der RHEINPFALZ deutlich, dass Prävention ein wichtiges Thema sei. Schön für die Anbieter: Das Interesse bestand über alle Altersgruppen hinweg. Schmitt findet nur eines schade: „Immer weniger Vereine machen mit.“

Im kommenden Jahr soll der Gesundheitstag wieder im Domgarten stattfinden. Dort ist dann auch wieder Platz für den Segelflieger des Flugsportvereins Speyer. Der hatte nicht auf die Maximilianstraße gepasst.

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