Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gedächtniskirche: Schnelles Aus für Kreisel-Idee

Kreuzung vor der Gedächtniskirche: Es bleibt bei den Ampeln, es kommt kein Kreisel.
Kreuzung vor der Gedächtniskirche: Es bleibt bei den Ampeln, es kommt kein Kreisel.

Ein Kreisverkehr vor der Gedächtniskirche? Zusätzliche Beleuchtung zwischen Jugendcafé und Brücke im Woogbachtal? Der Stadtrat zeigte am Mittwoch zwei politischen Initiativen die kalte Schulter.

Zum Kreisel hatte die SWG-Fraktion einen Prüfantrag gestellt: Wenn er die Ampel ersetzen würde, könnte der Verkehr gerade bei zunehmendem Busbetrieb besser fließen, so Sarah Mang-Schäfer, die das Beispiel am St.-Guido-Stifts-Platz lobte. Wenn der geplante Verkehrsversuch mit Sperrungen der Durchfahrt am Postplatz kommt, könnte die Situation an der Kreuzung von Landauer, Gilgen- und Schützenstraße gleich mituntersucht werden.

Die Ratsmehrheit wollte allerdings nicht einmal die ergebnisoffene Prüfung des Vorschlags. Sie wurde mit sieben zu 18 Stimmen abgelehnt. Die Fraktionen brachten viele Gegenargumente vor. Zum Teil wurde auf die Ablehnung 2004 verwiesen (SPD) als man auf Ampeln setzte, da sich unter anderem das Presbyterium der Gedächtniskirchengemeinde gegen die Überlassung einer Teilfläche ausgesprochen hatte. Dekan Friedhelm Jakob damals: „Sie können einmal darüber nachdenken, ob der Bischof einen Kreisel vor dem Dom akzeptieren würde.“

Rückstaus befürchtet

Die CDU fürchtete nun, dass ein Rückstau vom Bahnübergang in der Schützenstraße den ganzen Kreisel versperren könnte. Die Fraktion stimmte ebenso wie die Grünen uneinheitlich ab. Luzian Czerny (Grüne) machte den Alternativvorschlag, auf Kreisel wie Ampelanlage zu verzichten und stattdessen „rechts vor links“ einzuführen, wenn die Durchfahrt am Postplatz gesperrt ist. Von der Linken wie der CDU kamen Hinweise, dass ein Kreisel die Lage für Fußgänger verschlechtern würde. Nun soll alles so bleiben, wie es ist.

Nicht kommen soll auch die von der FDP beantragte Beleuchtung eines Wegstücks im Woogbachtal, um dort das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Die Stadtverwaltung riet davon ab, weil zusätzliches Kunstlicht dort einigen Tierarten, unter anderem der Fledermaus, schaden würde. Mehrere Redner folgten dieser Einschätzung. Einstimmig beschlossen wurde der „kleine Kompromiss“, nur die Lichter am Treppenaufgang zwischen Jugendcafé und Friedrich-Ebert-Straße zu optimieren.

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