Dudenhofen
Fußball: FVD im Halbfinale
Philipp Schilling ist ein Held – ein Pokalheld. Beim 7:5 (4:4, 3:3) nach Elfmeterschießen von Oberligist FV Dudenhofen beim Nordgruppenpendant SV Gonsenheim am Mittwochabend im Verbandspokal-Viertelfinale parierte er nicht nur selbst drei Strafstöße, sondern machte seiner Elf mit dem ersten erfolgreichen Versuch vor, wie’s geht.
„Er hat auch sonst gut gespielt“, sagte Dudenhofens Sportdirektor Christian Schultz im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Ich würde ihn nicht als unseren Pokaltorwart bezeichnen. Das heißt nicht, dass er im nächsten Spiel auch spielt.“ Dennoch: In der Liga löste Malcolm Little Schilling wieder als Nummer 1 ab.
Personalprobleme
Schon in der Vorbereitung bewies Schilling seine Talente außerhalb des Kastens, als er aus Personalnot geboren im Feld auflief, beileibe nicht als Schlechtester. Dünn auf der Bank sah’s auch nun wieder aus. Julian Scharfenberger fehlte. Auch Tolga Barin passte. So rückte überraschend Pascal Thiede nach Muskelfaserriss ins Spiel.
Er prägte nicht nur die erfolgreichste Phase des FVD als Sechser bis zu seiner Auswechslung, sondern erhöhte nach einem Eigentor auf 2:0. Ex-Trainer Schultz wusste, warum die Seinen nach dem durch Marvin Sprengling zum 3:1 prompt beantworteten 1:2-Anschlusse nicht den Sack zumachten: „Weil Gonsenheim eine gute Mannschaft hat.“
Nackenschläge weggesteckt
Er lobte die Moral der Spargeldörfler, die das unglückliche 2:3, den Ausgleich in der Nachspielzeit, nach Sprenglings 4:3 auch das 4:4 wettmachten, die vergebenen Großchancen von Sprengling und Jannik Styblo vergessen ließen. Vom Punkt verwandelten schließlich noch Tom Handrich sowie Kevin Hoffmann.