DIEFFLEN RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Dudenhofens Trainer Litzel feiert in Diefflen trotz Rückstand ersten Dreier

Schoss einen der beiden Dudenhofener Treffer: Neuzugang Marvin Sprengling (links), der sich hier gegen Lukas Feka durchsetzt.
Schoss einen der beiden Dudenhofener Treffer: Neuzugang Marvin Sprengling (links), der sich hier gegen Lukas Feka durchsetzt.

Das war schlicht und einfach eindrucksvoll: Team FV Diefflen drückte, feuerte und kloppte Bälle nach vorn. Die Elf des FV Dudenhofen hielt dagegen, wartete geduldig – und ließ zwei klasse Konter Wirkung entfalten. Das Gäste-Rezept hat sich am Mittwochabend ausgezahlt. Mit 2:1 (1:0) siegte der Oberligist aus dem Spargeldorf beim Kontrahenten an der Saar.

Um die 70. Minute mutete es an, als schwächelten die Gäste. Da schien es, als hätte die Elf um Kapitän Kevin Hoffmann nicht mehr viel Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Die Gastgeber, Tabellenführer nach dem ersten Spieltag, führten 1:0 – und schienen dem zweiten Treffer nahe.

„Klar habe ich da noch an unsere Chance geglaubt“, versicherte Hoffmann kurz nach Schlusspfiff, dass ihm in jener entscheidenden Phase rund 20 Minuten vor Schluss – als in der höchst intensiven Partie Unheil in Form einer vorzeitigen Entscheidung drohte – trotzdem keineswegs bange war. „Ich weiß ja, was wir für eine Mannschaft sind, was die Jungs alle für einen super Charakter haben.“ Trotz des „Fehlstarts“, von dem Hoffmann mit Blick auf die 0:2-Auftaktniederlage gegen Röchling Völklingen sprach: Diese Dudenhofer Mannschaft glaubt an sich.

Styblos Maßarbeit

Und das freute auch den Coach sichtlich. „Genau so ist es“, bestätigte er die Worte seines Kapitäns. „Ich denke, dass der Sieg hier nicht unverdient war“, merkte Steffen Litzel an. „Wir hatten im Spielaufbau wohl etwas mehr zu bieten.“ Und die beiden Konter-Kracher, die kommentierte Litzel mit einer Art seligem Lächeln. „Tja...“ Mehr Worte brauchte es auch nicht. Wie Christopher Koch auf Maßarbeit von Jannik Styblo über rechts und Marvin Sprengling nach Zuspiel Kevin Hoffmanns die Partie gedreht hatten, das sprach für sich.

In der Tat hatte Diefflen nicht allzu viel wirklich Konstruktives geboten. Hohe Bälle nach vorn – „das ist ihre Stärke“, konstatierte Litzel. Das sei aber auch klar bei den Brocken, die da bekanntlich in der Offensivabteilung des Dillinger Vorort-Dorfclubs toben und mehr als einmal Angst und Schrecken verbreitet haben: Die Qualität von Fabian Poß und Chris-Peter Haase ist unbestritten. Haase war sicher mal schneller, und er hätte in seinen besten Tagen eine solche Partie wie gestern Abend womöglich rechtzeitig für seine Farben entschieden. Doch auch er biss sich einige Zähne an der konzentriert verteidigenden Defensivabteilung der Spargeldörfler aus.

Routinier Haase staubt ab

Litzel lobte die Vorstellung seines Teams im Rückwärtsgang. Einige Fehler aber blieben unübersehbar. Ein Patzer Simon Bundenthals hätte schon in Durchgang eins ums Haar zu Flurschaden geführt. Sven Philip Hoffmann hatte auf der rechten Seite so seine Mühe mit Lukas Feka. Diefflens Stärkster machte, oft im Zusammenspiel mit „Hintermann“ Leoluca Diefenbach, einigen Betrieb.

Letztlich reichte es aber nur zur Führung, die Haase in Minute 53 markiert hatte. Nach einem Freistoß von Kapitän Artur Mielczarek – hoch in den Strafraum, wie meist – war Fabio Götzinger rechts am Fünfmeterraum praktisch ungestört zum Abschluss gekommen. Der Ball knallte an den Pfosten und sprang Richtung Tormitte, wo der Routinier nur noch einzuschieben brauchte.

Beweise auf Kobers Smartphone

Die Gäste waren nicht geschockt, ließen sich auch von weiteren Chancen der Hausherren nicht beirren. Sie lauerten geduldig auf ihre Gelegenheiten – und die kamen denn ja auch. Litzel hatte seine Formation auf gleich sechs Positionen verändert – was aber nicht als Reaktion auf die Auftaktniederlage zu verstehen war. Beweise führte Spielleiter Florian Kober per Smartphone mit sich: Er konnte Bilder von Blessuren vorweisen, die Julian Scharfenberger und Michael Bittner beim Völklingen-Duell davongetragen hatten. Daniel Eppel saß mit riesigem Bluterguss vorsichtshalber auf der Bank, Kevin Schall fehlte aus dienstlichen Gründen. „Aber wir haben einen sehr homogenen Kader. Da müssten alle Spieler zeigen, dass sie in die erste Reihe gehören“, stellte Litzel klar. Wie sie das getan haben, damit war der Trainer bei seinem ersten Liga-Sieg als Verantwortlicher jedenfalls hochzufrieden.

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