Speyer
Fußball: Dudenhofen unterliegt Worms 0:1
Mit dem überaus ereignisreichen Fußballjahr ging für den FV Dudenhofen auch die seit März andauernde stolze Serie ungeschlagener Heimspiele zu Ende – Coach Christian Schultz konnte es nach dem leistungsgerechten 0:1 gegen Wormatia Worms aber mehr als verschmerzen.
„Wir wussten, dass Dudenhofen gut und kompakt steht“, hatte sich sein Wormser Kollege Kristjan Glibo auf eine harte Nuss eingestellt – die es in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit auch noch war.
Danach aber schlichen sich bei den Gastgebern „zu viele Fehler“ ein, wie FVD-Kapitän Kevin Schall konstatierte: „Wir haben viel gekämpft, kamen aber immer wieder einen Schritt zu spät.“ Wormatia dagegen „war präsent in den Zweikämpfen“ und besaß bald „die besseren Chancen“, sagte Glibo.
Wie Wormatia das 1:0 erzielte, als Goalgetter Jan Dahlke dann doch das Runde als vierter Wormser Nachstocherer im Netz unterbrachte – das sei „Wille und Leidenschaft“ gewesen, unterstrich sein Trainer. Dahlke zog so mit Julian Scharfenberger in der Torjägertabelle gleich. Beide weisen starke 17 Treffer auf.
Strafraumgewühl
Mit dem 1:0 ging es in die zweite Halbzeit – „in der wir spielbestimmend waren, aber keine echte Torchance herausgespielt haben“, wie nicht nur Schall gesehen hatte. Es kam zu dem einen oder anderen Gewühl im Strafraum, mehr nicht.
„Die Standards sind mehr beim Gegner gelandet als bei uns“, meinte der FVD-Kapitän. Am nächsten dran war noch Joker Matteo Feuerstein, dessen Strafraum-Vollstreckungsversuch aber von der Wormatia-Defensive per Blocken gelöscht wurde (75.).
Auf der anderen Seite strich ein Schuss von Lennart Grimmer knapp vorbei (50.) und zog Dahlke am Fünfmeterraum (71.) ebenso den Kürzeren im Infight mit Malcolm Little wie Andrej Ogorodnik mit seinem klasse Kurzdistanz-Kopfstoß nach Eckball (78.).
Anderes Kaliber
So blieb’s beim 0:1, das Dudenhofens Coach Christian Schultz nicht nur „natürlich als verdienten Sieg“, sondern auch mit grundsätzlicherem Blick einordnete: „Wir merken da auch mal wieder, wer wir sind. Wormatia ist schon ein anderes Kaliber.“
Viel wichtiger aber: „Das Ergebnis stellt 2019 für uns aber auch nicht annähernd in Frage. Was wir geleistet haben, geht bei uns Amateuren immer unter. Profis jammern darüber“, betonte Schultz nach 48 Spielen in 42 Wochen.
Den entsprechend leeren Akku habe er eigentlich „Ende September, Anfang Oktober“ erwartet: „Da ist uns aber alles gelungen.“ In Engers und eben gegen Worms seien die Batterien dann aber doch endgültig leer gewesen.
Wie auch immer: „Kein Vorwurf an die Mannschaft, sie hat alle Körner rausgeholt.“ Das zu tun, sei auch 2020 mehr als gefragt: „Es geht weiter nur gegen den Abstieg. Ich bleib dabei. Das wird eine ganz enge Kiste.“ Nach der Winterpause gelte es deshalb, möglichst schnell zehn Punkte zu sammeln. „Schon das“, sagte Schultz, „wird ein hartes Stück Arbeit“.
RHEINPFALZ-Tipp: 2:2
Dafür gab’s am Samstag noch nicht mal genug FVD-Chancen. Das 0:1 geht in Ordnung.