Speyer Feuerbachhaus: Pächterin kritisiert den Trägerverein
Der Verein Feuerbachhaus hatte vor zwei Wochen in einer Mitgliederversammlung die Trennung von der seit 2009 tätigen Pächterin thematisiert, mit atmosphärischen Störungen und geplanten neuen Wegen erklärt. Schieler hat der Weinstube mit Speisenangebot im Geburtshaus des Malers Anselm Feuerbach (1829 bis 1880) nach eigener Einschätzung zu einem „total guten Namen“ verholfen. Sie ärgere sich über den Eindruck, dass sie an der Trennung schuld sei, so Schieler in einer Reaktion auf die Berichterstattung. Sie hätte gerne bis zum Ruhestand weitergemacht, betont die 59-Jährige.
Das Verhältnis zum Vermieter sei zerrüttet, gesteht Schieler ein. Sie habe sich jedoch nichts vorzuwerfen und gute Grunde dafür, unzufrieden zu sein. Aus ihrer Sicht wurzeln die Probleme im Zustand der Küche, der 2017 mit dem Neueinbau nach einer Spendenaktion hätte verbessert werden sollen, dann aber unter der nicht funktionierenden Abzugshaube und anderen Mängeln gelitten habe.
„Jahrelang alles notiert“
Die Verantwortlichen des Vereins hätten sich „jahrelang alles notiert“, so Schieler, sich dann aber ihrer Ansicht nach nicht ausreichend gekümmert. Die Pächterin legt eine Liste ihrer Gespräche mit der Vereinsvorsitzenden, Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU), vor. Sie habe Umbauarbeiten de facto betreut, der Verein habe ihr vorgeworfen, sie behindert zu haben. Den Plan des Vereins, mit einem neuen Lokalbetreiber mehr in Richtung Trinkstube statt Restaurant zu gehen, kann sie wegen der guten Erfahrungen mit ihrem Konzept nicht nachvollziehen.
Die finanziellen Außenstände, die ihr der Verein zur Last gelegt habe, beliefen sich im dreistelligen Bereich und hätten damit zu tun, „dass ich im Lockdown irgendwann nicht mehr konnte“, so Schieler. Sie habe sonst jederzeit zuverlässig bezahlt. Die zusammen mit ihrer Tochter Sarah für den Betrieb Verantwortliche: „Die Leute sollen wissen, warum ich so unzufrieden war.“