Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FC 09 Speyer kassiert bittere Niederlage

Baris Barut schoss das einzige Speyerer Tor zum 1:4.
Baris Barut schoss das einzige Speyerer Tor zum 1:4.

SPEYER. Durch die gestrige 1:6 (0:4)-Niederlage gegen Hassia Bingen scheint der zweite Abstieg in Folge nahezu unabwendbar.

Trainer Uwe Gaßner brachte es nach dem Abpfiff ohne Umschweife auf den Punkt: „Eine absolut enttäuschende Leistung. Abstiegskampf sieht meines Erachtens anders aus. Wie beim abgebrochenen 0:1 in Fußgönheim waren wir nicht aggressiv genug und zu schlafmützig im Abwehrverhalten. Die ersten drei Gegentreffer haben wir uns praktisch wieder selbst reingelegt.“

Anders die Gäste, allen voran deren Angriffsspitze Ilker Yüksel, den die Abwehr der Einheimischen zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekam. Mit zwei Toren und zwei Assists legte die Nummer 55 Bingens den Grundstein für den klaren Sieg. Vom Start weg erwies er sich hellwach, köpfte einen Eckball an den Pfosten, den Abpraller beförderte Joshua Iten gedankenschneller als der gesamte Speyerer Abwehrverbund zum 0:1 ins Netz (6.). Kurz darauf leistete sich die Abwehr einen weiteren kapitalen Fehler: Eine zu kurze Rückgabe nutzte Dennis Esmaieli zum 0:2 (8.).

Nach 20 Minuten war die Partie praktisch gelaufen

Einen Steilpass durch die Schnittstelle nutzten die spielerisch und körperlich überlegenen Rheinhessen zum 0:3 (23.). Als Yüksel einen Strafstoß gar zum 0:4 verwandelte (23.), war die Partie praktisch gelaufen. Speyers Keeper hatte bei den Gegentoren keine Chance. Effektive Gäste: Jeder Schuss ein Treffer.

Speyer spielte zwar gefällig mit, die Angriffe blieben aber Stückwerk. Eine erste Halbchance verpasste Christoph Gass, der an einer Hereingabe vorbei rutschte (42.).

Baris Barut gelingt Ehrentreffer

Nach der Gardinenpredigt durch Trainer Gaßner in der Halbzeitpause hatte sich die FC 09-Auswahl offensichtlich einiges vorgenommen. Sie startete lauffreudiger, schwungvoller, mit mehr Biss in die zweite Spielhälfte und verkürzte durch Baris Barut auf 1:4 (50.). Bingen überließ den Einheimischen das Mittelfeld und lauerte auf Konter. Aus der trügerischen Feldüberlegenheit schlug der FC 09 aber kein Kapital. Klare Torchancen blieben weiterhin Mangelware. Außer einem Lattentreffer durch Laurin Schön (72.) und einer durch Bingens Torhüter verhinderten guten Möglichkeit (88.) sprang nichts Zählbares mehr heraus.

Stattdessen nutzte Bingen zwei Entlastungsangriffe zum 1:6 (65. + 70.). Nach dem 1:6 schien auch Meister Adebar, der sich zwischenzeitlich auf einem Flutlichtmast niedergelassen hatte, genug zu haben. Er reckte sich, breitete die Flügel aus und flog vor dem für die Speyerer Anhänger fürchterlichen Geschehen auf dem grünen Rasen davon.

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