Speyer Es sind noch Plätze frei an Schulen

Berufsbildende Schule: kleinerer Jahrgang am Wirtschaftsgymnasium.
Berufsbildende Schule: kleinerer Jahrgang am Wirtschaftsgymnasium.

Kleinere Eingangsjahrgänge als 2021 zeichnen sich für die Zeit nach den Sommerferien an mehreren Speyerer Schulen ab. Eine noch recht neue Schulform kann erstmals nicht „komplett belegt“ verkünden.

Rund zwei Jahrzehnte hatte es gedauert, bis die berufsbildende Johann-Joachim-Becher-Schule (BBS) ein Wirtschaftsgymnasium genehmigt bekommen hatte. In drei Jahren kann dort nun die Allgemeine Hochschulreife erworben werden. Im Sommer geht der vierte Jahrgang an den Start – und Stand jetzt sind die bis zu 64 Plätze erstmals nicht voll belegt. „Es liegen 56 bestätigte Anmeldungen vor, aber wir nehmen weiterhin welche an, könnten noch voll werden“, so Bereichsleiter Thomas Pfannendörfer auf Anfrage.

Für ihn ist der Rückgang bei den Anmeldungen kein Alarmsignal, obwohl es in den Vorjahren sogar Wartelisten gegeben hatte. Genau hingeschaut wird dennoch: „Es ist natürlich ein Corona-Effekt, dass nur begrenzt geworben werden konnte“, sagt er. Ansonsten spüre es die BBS auch, dass ihr „Mittelbau“ mit mehreren Berufsfachschulen nicht so viele Oberstufen-Gymnasiasten produziere wie etwa das benachbarte Doppelgymnasium mit seinen vielen zehnten Klassen. Dort, wo Werbung in Präsenz für das Wirtschaftsgymnasium möglich gewesen sei – wie an der Realschule plus in Dudenhofen – seien die Anmeldezahlen stabil, sagt Pfannendörfer.

Abiprüfungen ab Mittwoch

Gut angelaufen sind dem Bereichsleiter zufolge am Mittwoch die Abiprüfungen des ersten Wirtschaftsgymnasium-Jahrgangs. Anfang Juli erhalten die Absolventen ihre Zeugnisse. Plätze frei seien an der BBS für 2022/23 auch an der Dualen Berufsoberschule digital, die abends zum Fachabi führt, und an der Berufsfachschule II mit berufsbezogenem Mittlere-Reife-Ziel.

Geringere Anmeldezahlen als im Vorjahr haben teilweise auch die weiterführenden Schulen in Speyer, die Fünftklässler aufnehmen. War im Vorjahr das Hans-Purrmann-Gymnasium mit 190 Anmeldungen und sieben Parallelklassen absoluter Spitzenreiter, geht es jetzt mit 115 Neuzugängen in vier Klassen zurück auf Normalmaß. Fünf fünfte Klassen wird es am Schwerd-Gymnasium geben, das mit 131 (2021: 138) nach der kürzlich beendeten Frist bei der Stadt die meisten Aufnahmen angemeldet hat. Das Gymnasium am Kaiserdom erhält mit 70 Neuzugängen (2021: 103) drei Klassen, eine weniger als im Vorjahr.

„Brauche noch zwei Anmeldungen“

Rückläufige Zahlen vermelden zum Teil auch die Realschulen. An der Siedlungsschule sind es 26 Anmeldungen für zwei Klassen (2021: 39). Für die Burgfeldschule weist die Stadtverwaltung nur 16 Anmeldungen aus (2021: 30). Laut Rektor Andreas Imgrund ging es mit einigen Nachzüglern aber inzwischen auf 24. „Ich brauche noch zwei Anmeldungen, dann bekommen wir wieder zwei Parallelklassen“, sagt er.

Das größte Interesse gab es an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Georg-Friedrich Kolb. Diese darf aber nur 112 Schüler in vier Klassen aufnehmen, sodass es 68 Absagen geben musste, wie die stellvertretende Leiterin Petra Fischer-Wolfert sagt. Nach den Landesvorgaben musste teilweise das Los entscheiden.

Ohne Los kommen die privaten Schulen aus, bei denen teilweise auch mehr Bewerbungen vorliegen als Plätze verfügbar sind. Hier werden in Aufnahmegesprächen andere Kriterien angewandt. Die Nikolaus-von-Weis-Realschule musste etwa ihre 39 „Neuen“ unter 102 Bewerbern auswählen, das Edith-Stein-Gymnasium 77 Fünftklässlerinnen aus ebenfalls gut 100 Anfragen. 38 Neue (2021: 56) erwartet die Edith-Stein-Realschule, 84 (2021: 86) das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium.

Die Grundschulen

Erstklässler an der Salierschule 68 (2021: 71), Siedlungsschule 95 (72), Woogbachschule 118 (99), Zeppelinschule 84 (99), Grundschule im Vogelgesang 47 (38), Klosterschule 33 (33), Freie Reformschule 8 (8).

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