Speyer Eisenkeil stürzt von Decke des Speyerer Doms
Ein Eisenkeil ist am Dienstagmorgen aus der Decke des Speyerer Doms gestürzt. Er schlug laut Bistum gegen 7.30 Uhr, zum Ende der Frühmesse, auf dem Boden ein. Der sechs mal sieben Zentimeter große und 329 Gramm schwere Eisenkeil, sichtbar angerostet, sei vor den Stufen zum Pfarraltar, einige Meter neben den Opferkerzenständern heruntergekommen. „Verletzt wurde glücklicherweise niemand“, so das Bistum. Der betroffene Bereich ist abgesperrt, weitere Untersuchungen stehen an.
Nach Einschätzung von Dombaumeisterin Hedwig Drabik hat sich der historische Keil wohl aus dem letzten romanischen Gurtbogen über dem Mittelschiff gelöst. „In einem Bogen stützen sich die Steine idealerweise gegenseitig, wenn es jedoch, etwa bei Temperaturschwankungen oder Bauwerksbewegungen zu Spannungen kommt, können Lücken entstehen.“ Keile wie der herabgestürzte seien wohl in der Barockzeit eingesetzt worden.
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