Speyer Eingekreist

Tempo 35
Tempo 35

Störche: Erst Drama, dann Soap-Opera

Erst hatte es Züge eines Dramas, jetzt nimmt es den Charakter einer Soap-Opera an: Weil die Storchenmama drei Tage lang nicht mehr zu ihren Küken im Nest auf dem Dach der Otterstadter Grundschule zurückgekehrt war, mussten die Tierfreunde vom Verein für Heimatpflege und Naturschutz (VHNO) am vergangenen Wochenende drei Storchenbabys vor dem Verhungern retten. In der Storchenstation in Bornheim werden sie aufgepäppelt. „Wir haben schon gute Meldungen aus Bornheim, dass es allen drei Storchenbabys gut geht“, berichtet der Verein auf seiner Internetseite. Dort hat er mittlerweile auch ein Video der Rettungsaktion hochgeladen. Und was ist mit dem einsamen Papa-Storch? Der wird offenbar umworben: Seit einigen Tagen turtelt dieser laut VHNO „heftig“ mit einer Störchin. Ob sie ihn über den Verlust von Frau und Kindern hinwegtrösten kann? Woher die neue Herzensdame stammt, konnten die Otterstadter Storchenfreunde mittlerweile herausfinden: Sie wurde im Juni 2015 im Luisenpark Mannheim beringt, ist also etwa drei Jahre alt und somit auch geschlechtsreif. Na „Das lässt ja für das kommende Jahr hoffen, dass Papa-Storch vielleicht mit einer Mannheimerin für Nachwuchs in Otterstadt sorgt. Warten wir es ab ...“, schreibt der VHNO auf seiner Internetseite.

Fahrrad: Erst Radtour, dann Eis

Im vergangenen Sommer berichtete der Schreiber dieser Zeilen – besonders aufmerksame Zeitungsleser mögen sich erinnern – davon, wie er, ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten, mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr. Vom Ludwigshafener Süden ging es damals quer durch die Verbandsgemeinde Rheinauen nach Speyer. Ein Problem damals: Der selten genutzte Drahtesel war nicht mehr gut in Schuss, so dass der Fahrer mit nur drei Gängen auskommen musste. Mittlerweile ist das Gefährt generalüberholt und der Land-Redakteur hatte sich fest vorgenommen, sich wieder einmal auf den Sattel zu schwingen, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Die vergangene Woche bot sich wegen des produktionsfreien Mittwochs an. Weil am Folgetag Feiertag war, an dem es keine Zeitung gibt, war ausgeschlossen, dass keine Land-Seite erscheinen kann, weil der Redakteur erschöpft mit seinem Rad irgendwo zwischen Ludwigshafen und Speyer im Graben liegt. Doch alles ging gut und auf dem Rückweg belohnte sich der Schönwetter-Radler auf seinem Weg durch Waldsee sogar noch mit einem Eis.

Verkehr: Erst Tafel, dann neues Schild

In der Dudenhofener Carl-Zimmermann-Straße waren offenbar Schildbürger am Werk. Im Wortsinn. Am Mittwoch wurde dort die bis dahin nur unzulänglich funktionierende Geschwindigkeitsanzeigetafel der Ortsgemeinde neu positioniert. Ob sie jetzt uneingeschränkt ihren Dienst tut, ist nur schwer zu festzustellen, denn sie ist unmittelbar hinter einem Mast versteckt. So bleibt sie für Verkehrsteilnehmer weitgehend unentdeckt. Raser rasen vorbei. Für sie haben Unbekannte direkt gegenüber ein weiteres Schild mit der Aufschrift Tempo 35 aufgestellt. Wer damit für Verkehrsberuhigung sorgen wollte, weiß auch Manfred Hick, Vorsitzender des Ortsteilvereins Dudenhofen-Süd, nicht. Sein Verein fordert Tempo 30. Mal sehen, welche Variante auf lange Sicht in der Carl-Zimmermann-Straße das Rennen macht. Ein schönes Wochenende wünschen Timo Leszinski und Ellen Korelus-Bruder

Anzeigetafel
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