Speyer Ein Punkt des Willens
«Waldsee.» 200 Zuschauer sorgten gestern Abend in der brodelnden Rheinauenhalle für einen stimmungsvollen Rahmen beim Derby in der Handball-Oberliga der Damen zwischen der TG Waldsee und der TSG Friesenheim. Am Ende trennten sich beide Seiten nach einer sehr hart umkämpften und spannenden Auseinandersetzung mit 28:28 (12:14).
Spielerisch gab es keine Leckerbissen zu sehen. Phasenweise, und zwar immer dann, wenn sie das Tempo herausnahmen, zeigten die Gastgeberinnen gute Ansätze. Aber der erste Punktgewinn war in erster Linie das Resultat großen Willens und immenser Einsatzbereitschaft. „Wir haben uns trotz mehrerer deutlicher Rückstände nicht aus dem Konzept bringen lassen und wollten uns nicht mit einer Niederlage abfinden“, sagte TG-Trainer Gerd Götz. Die Leistung gestern kam seiner Vorstellung vom Spiel des Aufsteigers schon näher. Die Duftmarken setzte aber erst einmal Friesenheim. Johanna Ebel (11 Tore) trumpfte zunächst im halblinken Rückraum auf. Aber TG-Torfrau Caro Claus hielt ein weiteres Mal klasse. Und die TG-Außen Mona Walter sowie Sevda Yilmaz trafen. Aus dem 1:4 machte Waldsee das 7:6. Dem 9:12 folgte das 12:13. Als aber Ebel das 19:13 warf (34. Spielminute), schien die TSG entscheidend zu enteilen. Weit gefehlt: Die Einheimischen engten Ebels Kreise im letzten Spieldrittel ein. Mareike Schwarz vollstreckte zum 24:23 (52.). Noch einmal hieß es 26:28, ehe Walter und Bea Demski erneut egalisierten. Im Finale furioso scheiterte Tanita Schall in Überzahl von Linksaußen, und im Gegenzug bibberte die TG noch 20 Sekunden, ehe der Schlusspfiff von Klaes/Moser (5/4 Zeitstrafen) kam.