Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: Senioren zufrieden mit Leben im Ort

Glückliche Dudenhofener Senioren: (von links) Ernst Hirsch, Josef Klein und Ruth Handermann.
Glückliche Dudenhofener Senioren: (von links) Ernst Hirsch, Josef Klein und Ruth Handermann. Foto: Lenz

In Dudenhofen fehlt es an nichts. Das meinen zumindest diejenigen, die am Mittwoch mit der RHEINPFALZ beim Seniorennachmittag in der Festhalle ins Gespräch kamen. Zufriedenheit steht in ihren Gesichtern geschrieben. Und Neugier. Auf neue Kontakte und alte Bekannte, die die Zusammenkunft prägen.

Premiere feiert an diesem Tag Jürgen Hook (SPD). Zum ersten Mal begrüßt er die rund 220 Frauen und Männer im Saal als Ortsbürgermeister. Ab einem Alter von 70 Jahren erhalten diese eine Einladung von der Verwaltung. Für Hook ist es selbstverständlich, den Brauch aufrecht zu erhalten. „Es gibt kein größeres Gut als die Lebenserfahrung“, betont er und sieht den Nachmittag daher auch als Chance für sich selbst. Junge Ideen und altes Wissen zu vereinen ist für ihn die perfekte Mischung. Generationenübergreifend ist auch das Programm des Nachmittags: So unterhalten Kinder aus Grundschule und Ballettschule die Gäste.

Dem Aufruf, sich auch im Alter aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen, folgen die Seniorinnen und Senioren nicht nur in der Festhalle, sondern auch beim jährlichen Ausflug. Bei dem ist Ernst Hirsch (80) dabei gewesen. Das Gesellige ist es, was ihm besonders gut gefällt, auch am Seniorennachmittag. „Außerdem sieht man hier Leute, die man das ganze Jahr über nicht trifft“, ergänzt Hirsch.

Unter Leuten sein

Sein Sitznachbar Josef Klein (79) ist ebenfalls seit einigen Jahren mit von der Partie. „Ich bin zu Hause allein und will unter Leute“, erklärt er seine Motivation. Schon von Geburt an lebt er in Dudenhofen und das aus Überzeugung. „Das Dorfleben gefällt mir. Das war schon immer meins“, stellt er heraus und ergänzt: „Ich bin kein Städter und wollte nie einer werden.“

Ruth Handermann, die sich neben Klein niedergelassen hat, kennt beide Seiten der Medaille. Fast hälftig hat sie ihr Leben in Speyer und Dudenhofen verbracht. Seit 42 Jahren wohnt sie im Spargeldorf. „Mir gefällt alles. Ich will nicht mehr nach Speyer“, sagt Handermann im Brustton der Überzeugung. In Dudenhofen fühle sie sich wohl Die Nahversorgung sei optimal. „Drei Supermärkte, ein Ärztehaus – was wollen Sie mehr“, meint die 85-Jährige. Sie persönlich geht gerne in den Friedwald. Dort ist ihr Mann beerdigt. „Und ich möchte auch dorthin“, sagt die Dudenhofenerin. Mit ihrem Ehepartner sei sie stets gerne im Wald gewesen, wo sie oft Pilze gesammelt habe. Die Seniorin ist fit und fidel geblieben. „Ich habe 42 Jahre geturnt, bin viel Rad gefahren und gewandert“, erklärt sie das.

Für Lilli Birkle – eine waschechte Dudenhofenerin – ist es die erste Teilnahme am Seniorennachmittag. Im März 2019 erst ist sie 70 geworden. Sie will sich das Beisammensein einmal anschauen. Auch Birkle liebt die Bewegung. Sie fährt jeden Morgen ihre zehn Kilometer mit dem Rad durch den Wald. „Wir sind in Dudenhofen gut aufgestellt“, spricht sie begeistert von ihrer Heimatkommune.

Die Wertschätzung, die ihm bei den älteren Menschen entgegenschlägt, stimmt auch Hook zufrieden. So wie der Blick in den Saal. „Unter Menschen zu kommen und aktiv zu sein ist ein gutes Mittel, um im Alter jung zu bleiben“, ist er sich sicher.

Ehrungen

Eine Auszeichnung dürfen die ältesten Damen und Herren der Gemeinde von Ortsbürgermeister Hook entgegennehmen. Darüber freuen sich Selma Dambach, Irmgard Geidlinger (beide 93), Anna Schlee, Hedwig Wingerter, Anne Schätzle und Justina Lang (alle 92) sowie Helmut Geidlinger, Heinrich Hill (beide 94), Helmut Bühl (93) und Werner Knabben (92).

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