Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: „Nussknacker “ mit der Ballettschule Axinja Hüneke

Ballett in Dudenhofen.
Ballett in Dudenhofen. Foto: lenz

Rund 80 Schüler der Dudenhofener Ballettschule Axinja Hüneke haben den Adventskalender mit einem traumhaften Tanzmärchen eröffnet. In zwei Vorstellungen konnten viele Besucher den „Nussknacker“ nach E.T.A. Hoffmann vertont von Pjotr Iljitsch Tschaikowski erleben.

In prachtvollen Kostümen, entworfen und genäht von Axinja und Fiete Hüneke, präsentierten Kinder und Jugendliche die perfekte Verbindung zwischen Können und Freude an Tanz und Bewegung. Tanzpädagogin Axinja Hüneke ist der Spagat gelungen, ihre Schüler zu Spitzenleistungen zu motivieren und ihnen gleichzeitig die Begeisterung für klassischen und modernen Tanz mitzugeben.

An den strahlenden Augen der Mitwirkungen war abzulesen, dass die Eleven ihr Spiel und den Applaus dafür genossen. Bis auf den Tanz der „Zuckerfeen“ (Emily Koehl, Maja Lösch) wurde von Hüneke nichts auf die Spitze getrieben. Schritte und Figuren der Akteure blieben entspannt und stets präzise.

„Klassik meets modern“

Bevor der Nussknacker (Manuel Berkes) auf die Bühne trat, zeigten Ballett-Minis und Talentklasse, was sie gelernt hatten. Und das war wiederum Spitze. Harmonisch und synchron bewegten sich die jungen Tänzer anmutig zur Klaviermusik. Zwei „Matrosen“ (Anna-Sophia Eßwein, Sophie Reichelt) und drei kleine Italienerinnen (Louise Kotulla, Nora Pfister, Lea Schweizer) trugen ihre offensichtliche Begeisterung selbstbewusst und fröhlich auf die Bühne. Der Auftritt der 14 kleinen Tänzerinnen und eines „Mini“-Tänzers war sensibel choreographiert und für die Zuschauer einfach niedlich anzusehen.

Mit „Klassik meets modern“ betraten fünf Schülerinnen zu entsprechend fetziger Musik tänzerisches Neuland. Dieser Schritt ist ihnen grandios gelungen.

Mäuse und Schneeflocken

Und dann kam Clara (Isabel Decker): Die junge Schülerin brachte viel tänzerisches und großartiges schauspielerisches Talent auf die Bühne der Festhalle. Ihre Trauer über die vom Bruder Fritz (Destiny Davis) ausgeschlagenen Zähne ihres Nussknackers war greifbar, ihre mütterlichen Gefühle für die hölzerne Puppe eindrücklich. Auch die weiteren handelnden Personen präsentierten eindrucksvolle darstellerische Fähigkeiten als Familienmitglieder oder Traumfiguren. Die aktiv am Ballettmärchen Beteiligten zeigten sich schon vor ihren Auftritten dem Publikum. In Jacken und Mänteln zogen sie von draußen durch die Festhalle hinter die Kulissen. Wenig später standen sie als Mäuse, Trachtenpuppen, russische Tänzerinnen (Chiara Horak, Greta Klippel), Harlekin (Judith Schweizer), Ballerina (Louisa Goldinger), Mäusekönig (Paula Hemmerich) oder Schneeflocken vor den begeisterten Besuchern.

Rosen und Zuckerstangen

Nach ihrem wunderschön anzusehenden Tanz in reizenden Kleidern erhielt die Kindergruppe zur Belohnung bunte Zuckerstangen. Rosen gab es für alle Tänzer am Ende der Premieren-Vorstellung am Vormittag.

Mit origineller Ausstattung, großartigen Choreographien und unbändiger Spielfreude entwickelten die Mitwirkenden und Verantwortlichen den ersten Adventssonntag zum sportlich kindgerechten Gesamtkunstwerk für alle Generationen. Ohne Blut in den Ballettschuhen, mit viel Spaß an vollendeter Bewegung haben sie das Traum-Märchen erzählt, das seit mehr als 100 Jahren um die Weihnachtszeit auf die Tanzbühnen der Welt gebracht wird. Die Ballettschule Axinja Hüneke kann sich getrost einreihen. Denn „Der Nussknacker“ war spitze!

Elevinnen der Ballettschule Hüneke.
Elevinnen der Ballettschule Hüneke. Foto: Lenz
Harmonisch und synchron: junge Tänzerinnen der Ballettschule Axinja Hüneke aus Dudenhofen.
Harmonisch und synchron: junge Tänzerinnen der Ballettschule Axinja Hüneke aus Dudenhofen. Foto: Lenz
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