Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: Kritik an Kita-Plänen für Pfarrheim-Gelände

Soll abgerissen werden: das katholische Pfarrheim in der Johann-Walter-Straße in Dudenhofen.
Soll abgerissen werden: das katholische Pfarrheim in der Johann-Walter-Straße in Dudenhofen. Archivfoto: Lenz

Über die Zukunft des Pfarrheim-Geländes und den Radweg in der Speyerer Straße hat der Hauptausschuss der Ortsgemeinde Dudenhofen am Donnerstagabend unter anderem diskutiert, als es um den Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr ging. Was die Zahlen angeht, sieht das Werk nun positiver aus als noch vor ein paar Wochen.

Kämmerer Mathias Eichberger hatte das Minus des Haushaltsplanentwurfs 2020/2021 nach unten korrigiert. Die neuen Eckdaten: Ausgewiesener Fehlbedarf 2020 im Ergebnishaushalt 310.000 Euro (im ersten Entwurf waren es 565.000 Euro), 2021 ein Fehlbedarf von 173.000 Euro (zuvor 403.000 Euro).

Die Differenz erklärte er mit „zunächst nicht eingerechneten Gewinnen der Gemeindewerke“. Den jährlichen Überschuss aus dem E-Werk von jährlich etwa 200.000 Euro verbucht die Gemeinde seit Jahren im ordentlichen Haushalt. Die neuen Zahlen beim investiven Kreditbedarf: 2020 rund 1,88 Millionen Euro, 2020 zirka 848.000 Euro.

Abriss infrage gestellt

Wilhelm Kannegießer (SPD) stellte den Bau einer neuen Kindertagesstätte auf dem Gelände des Pfarrheims St. Heinrich, das die Gemeinde für 730.000 Euro kaufen will, infrage. Stehe die Entscheidung an, will er die Standort-Alternative Mausbergwerg „erneut diskutieren“. Überhaupt ist für ihn der Abriss des Pfarrheims keine abgemachte Sache. Kannegießer: „Wir sollten andere Verwendungsmöglichkeiten auf die Tagesordnung setzen.“ Wenn Abriss (geschätzte Kosten 125.000 Euro), möchte Jürgen Creutzmann (FDP) die Kostenübernahme eventueller Altlasten geklärt haben: „Hat für deren Entsorgung die Kirche oder die Gemeinde aufzukommen.“

Skeptisch sah Kannegießer die Verlegung des Radwegs in der Speyerer Straße (100.000 Euro), zumal die Verwaltung noch keine praktikable Lösung vorgelegt habe. Ortsbeigeordneter Reinhard Burck (Grüne) zu deren Arbeitsweise: „Erst stellen wir die Summe ein, dann planen wir.“ Auf Kannegießers Nachfrage bestätigte Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD): Für die Erweiterung von Hort und betreuender Grundschule – Kosten etwa eine Million Euro – sei die Höhe der Zuschüsse weiter offen. Er zitierte ein von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion vorgebrachtes Argument: Die Ortsgemeinde solle doch die vorhandenen, großzügig zugeschnittenen Räume stattdessen verkleinern.

Jürgen Ofer (CDU) wollte die irgendwann eingehenden Grundstückserlöse aus dem projektierten Baugebiet „Dreißigmorgen“ – die Ortsgemeinde ist Eigentümer von 7000 Quadratmetern – im Haushalt aufgeführt sehen. Dem widersprach Werner Löffler (SPD): „Nach den Erfahrungen aus dem Umlegungsausschuss ist ein Baubeginn vor 2022 nicht zu erwarten.“ Aus dem Vorhaben Fischaufstiegshilfe durch den Kreis wollte Löffler die Bezeichnung „Bürgerpark“ gestrichen haben. Manfred Duttenhöfer (Grüne) vermisste einen Ansatz für Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaaktionsplans. Er dachte an erstmal 10.000 Euro.

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