Speyer Die Fitness macht’s
«RÖMERBERG.» Das in freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragene Verbandsgemeindederby zwischen den Vierermannschaften des TC Römerberg und des TC Dudenhofen endete mit einem 9:5-Erfolg der gastgebenden Pfalzliga-Herren 40.
Dirk Endlich brachte Römerberg gegen Marinus Goller in Führung. Der Dudenhofener erwischte den besseren Start und führte 3:1, suchte dann aber ungeduldig den schnellen Punkt, was misslang. „Ohne die notwendige Fitness und ohne Spielpraxis geht es nicht anders“, meinte Goller. Endlich drehte den Rückstand zum 6:3-Satzgewinn. Auch im zweiten Abschnitt führte Goller 4:3. Dem Römerberger reichte ein Break, um bei eigenem Aufschlag das 6:4 perfekt zu machen. Endlich sprach von einer ausgeglichenen Partie mit Chancen „hüben wie drüben“, wobei seine Konstanz in den Aufschlagspielen und die etwas bessere körperliche Verfassung den Ausschlag gegeben habe. Frank Bilabel sorgte mit 6:3, 6:4 über Sven Wagner für das Römerberger 4:0. Wagner haderte mit seiner Vorhand. „Wenn dein stärkster Schlag nicht funktioniert und auch die körperliche Fitness fehlt, kannst du nicht gewinnen.“ Bilabel: „Ich habe bei der Hitze versucht, rationell und sicher zu spielen, um Kräfte zu sparen, was sich auszahlte.“ Gästespieler Wolfgang Roth siegte 6:1, 6:1. Seinen Kontrahenten Alexander Korte brachte er mit hohen Bällen fast zur Verzweiflung. Korte: „Ein sehr unbequemer Gegner, der zudem die bessere Kondition besaß.“ Roth rechtfertigte seine taktische Marschroute: „Warum sollte ich die Spielweise ändern, mit der ich bisher erfolgreich war, mein fünfter Sieg im fünften Spiel.“ Ein zweieinhalbstündiges Marathonmatch mit spektakulären Ballwechseln, taktischen Raffinessen und knisternder Spannung bis zum letzten Ballwechsel lieferten im Spitzen-Einzel Carsten Butt für den TCR und Christof Ehlen. Butt agierte druckvoll. Ehlen verteidigte geschickt. Den besseren Start erwischte der Dudenhofener: 6:1. „Den ersten Satz habe ich komplett verschlafen“ meinte Butt, der im zweiten Abschnitt seine Taktik änderte und ebenfalls verstärkt auf Ballsicherung achtete. „Meine Angriffsbälle habe ich nun besser vorbereitet“ sagte er im RHEINPFALZ-Gespräch. Mit 6:3 holte er sich den Durchgang. Ehlen lag 1:4 hinten, verkürzte auf 3:4 auf und stand bei 40:15 vor einem weiteren Break zum 4:4. „Leider konnte ich diese Aufholjagd nicht zu Ende führen, was wohl der Knackpunkt im zweiten Durchgang gewesen ist“, meinte Ehlen. Spannung pur herrschte auch beim folgenden Champions-Tiebreak. Nach Gleichständen bis zum 8:8 erkämpfte Ehlen einen Matchball, den Butt abwehrte und die Partie mit 11:9 für sich entschied. „Das Entscheidungsspiel stand auf Messers Schneide mit etwas Pech für mich bei Netzrollern“, kommentierte der knapp Unterlegene. Nach 6:2 in den Einzeln teilten sich die Kontrahenten im Doppel die Punkte. Bilabel/Endlich stellten den Römerberger Gesamtsieg sicher. Ehlen/Fedor Back siegten für Dudenhofen. „Toll, wie beide Teams trotz der hochsommerlichen Temperaturen mit riesigem Einsatz um den Sieg fighteten und uns Zuschauern schönes und spannendes Tennis boten“, sagte Römerbergs Sportwart Michael Schikarski. SO SPIELTEN SIE Carsten Butt - Christof Ehlen 1:6, 6:3, 11:9, Frank Bilabel - Sven Wagner 6:3, 6:4, Alexander Korte - Wolfgang Roth 1:6, 1:6, Dirk Endlich - Marinus Goller 6:3, 6:4, Bilabel/Endlich - Wagner/Goller 6:4, 6:0, Gerhard Zielke/Karsten Treiling - Ehlen/Fedor Back 2:6, 1:6