Speyer Derby ohne große Rivalität

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«Heiligenstein.» In der Handball-Pfalzliga der Herren stehen sich morgen um 17 Uhr der TuS Heiligenstein und die TG Waldsee im interessanten und mit Spannung erwarteten Lokalderby gegenüber. Zwei Coaches, ein Ziel:

„Kurz und knapp – gewinnen“, sagte Steffen Schneider vom TuS. „Wir wollen uns dieses Mal nicht überraschen lassen und die beiden Punkte mitnehmen“, äußerte Rainer Eckrich auf der TG-Seite. Die Pfalzliga scheint diesmal ausgeglichener zu sein. Waldsee liegt als Fünfter nur einen Punkt hinter Primus TV Wörth. Heiligenstein wiederum ist zwar lediglich Neunter, hat allerdings auch nur zwei Zähler weniger auf dem Konto als die TG. Während die Gastgeber von morgen nach dem Auftakterfolg gegen Dahn auf den zweiten Saisonsieg warten, konnte Waldsee zuletzt zweimal in Serie gewinnen. „Durchwachsen“, bewertet Schneider den Saisonauftakt Heiligensteins, den man sich natürlich anders vorgestellt habe. Mit der Trainingsbeteiligung und den Leistungen während der Vorbereitung im August und September könne man die Ergebnisse teilweise erklären, aber das sei weder der Anspruch des Trainerteams noch der Mannschaft: „Es ist noch deutlich Luft nach oben.“ Bei Waldsee beeindrucken ihn seit Jahren die Ausgeglichenheit und Kampfstärke. Mit Benny Regenauer hätten die Gäste zwar ihren Schlüsselspieler verloren, aber die Ergebnisse legten nahe, dass dies wohl gut kompensiert werden könne. „Wir stellen uns auf ein starkes Kollektiv ein, dass uns auf jeder Position fordern wird“, sagte Schneider. Er erwartet eine Steigerung im Abwehrverhalten. Für Schneider selbst spielt der Derbycharakter keine große Rolle: „Ich habe nicht das Gefühl, dass hier unter den Spielern große Rivalitäten herrschen.“ Daniel Reiß (private Gründe), Lars Lemmert und Aron Repp (beide berufsbedingt) fehlen. Rainer Eckrich ist mit dem Start in die Spielzeit ebenfalls nicht ganz einverstanden und moniert leichtfertige Punktverluste in Oggersheim und gegen Rodalben. „In der Liga sind dieses Jahr wieder viele Überraschungen möglich. So ausrechenbar wie zuletzt wird das Ganze nicht mehr“, meinte er. Man habe in der dreiwöchigen Spielpause gut trainiert. Obwohl einige Akteure ob der Schulferien in Urlaub waren, wähnt er die Seinen weiter auf dem aufsteigenden Ast. Stärken bei Heiligenstein sieht Eckrich auf den beiden Halbpositionen im Rückraum. Sven Hoffmann und Philipp Just haben den Gästen vor fast genau einem Jahr beim 30:29-Erfolg des TuS zusammen 17 Treffer eingeschenkt. „Ihnen fehlt Timo Hartmann aus dem Vorjahr, wohl auch in der Abwehr“, ordnet er die Rückkehr des Kreisläufers nach Iggelheim als Schwächung des TuS ein. Wichtig ist für Eckrich, wenige taktische Fehler zu machen und unnötige Ballverluste zu vermeiden, um keine Gegenstoßtreffer hinnehmen zu müssen. Dazu würde auch eine gute eigene Wurfeffektivität beitragen. Er sieht den Derbycharakter als positive Motivation, es gebe keine ausgesprochene Rivalität: „Ich verstehe mich mit Steffen Schneider ganz gut.“ Waldsee muss weiter auf die Langzeitverletzten Moritz Karl und Sascha Dattge verzichten. Joscha von Kennel ist aus dem Urlaub zurück.

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