Meinung
Der Erfolg im Motorsport ist käuflich
Alle Kinder wollen zur Feuerwehr, zur Polizei, Krankenschwester, Tierarzt, Lokomotivführer (obwohl?) werden. Und sie lieben Autos, je älter, desto schneller. Die Urgroßeltern schwärmten von Juan Manuel Fangio und Alberto Ascari, Opa von Emerson Fittipaldi sowie Jackie Stewart, der Schreiber dieser Zeilen irgendwo dazwischen von Jody Scheckter und Alan Jones, die Mamas von Ayrton Senna da Silva und Schumi. Und heute steht Max Verstappen über allen.
Die Talente aus unserer Region feiern bundesweit beachtenswerte Erfolge. Je größer diese werden, desto mehr ist das Portemonnaie gefragt. Über das verfügen die Milliardärs-Eltern, die dem Nachwuchs ins Cockpit verhelfen oder die Clans der Szene: ja, die Fittipaldis, Sennas, Schumachers, Scheckters, Verstappens, aber auch die Andrettis, Piquets, Surers, Sainz’, Mansells, Unsers.
„Der Junge hat Talent“, sagte manch Experte über den Speyerer David Jahn, der besser ausgestatteten Konkurrenten davonraste oder sie ausbremste, aber dann: Sie wissen schon, das nötige Kleingeld, in den Hintergrund treten die Fähigkeiten. Umso erstaunlicher, dass Motorsportler von hier, Rallye-Beifahrerin Lisa Kiefer, Markenpokalfahrerin Vivien Volk, Papa Reiner im Cross immer wieder in Deutschlands Elite mitmischen.
