Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Das ist jetzt zum Autobahn-Ausbau bekannt

Zu erwarten: Die A61 wird über mehrere Jahre zur Großbaustelle.
Zu erwarten: Die A61 wird über mehrere Jahre zur Großbaustelle.

Der sechsspurige Ausbau der A61 zwischen Rheinbrücke und Kreuz Frankenthal ist seit Jahren genehmigt, aber noch nicht angepackt. Die Planungen laufen.

Die im Sommer und Herbst laufenden Erhaltungsmaßnahmen an der A61 bei Speyer sorgten und sorgen regelmäßig für Staus. Auch in den vergangenen Tagen waren die Fahrspuren wieder eingeschränkt. Das ist ein Vorgeschmack auf das zu Erwartende, wenn der große Ausbau kommt. Zu diesem hat die Stadtverwaltung nun den Planungsstand ermittelt: Es sei „ein vergleichsweise kurzer Zeitraum von vier bis fünf Jahren Bauzeit als realistisch anzusehen“, meldet sie. Sie will den Bau- und Planungsausschuss in einer Sitzung am Mittwoch, 3. November, 17 Uhr, über das Projekt informieren.

Damit beauftragt ist seit Frühjahr 2020 die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges). Eine Aussage zum Zeitplan gibt es noch nicht; eine RHEINPFALZ-Anfrage zum Projekt hat Deges nicht beantwortet. Die Stadt Speyer weiß von Abstimmungen der GmbH mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), um die Pläne zu konkretisieren.

Alle Spuren werden erneuert

Klar sei schon, dass nicht nur jeweils eine Spur an die heute zwei Spuren in jeder Richtung angebaut werden solle, sondern dass die komplette Straße samt Entwässerung neu entsteht. Zuletzt liefen dafür Baugrunduntersuchungen, die zu Behinderungen geführt haben. Die bisherigen Daten dazu stammten von 1969. Die damals errichteten Brücken seien noch nicht erneuert worden. Bei der aktuellen Baustelle auf der A61 zwischen Speyer und Schifferstadt gehe es um kurzfristige Erhaltungsmaßnahmen, die vor dem Ausbau unvermeidlich seien.

Geplant sei, zunächst die 13,5 Kilometer zwischen den Autobahnkreuzen Frankenthal und Mutterstadt auszubauen. Dann kämen die 17,2 Kilometer von Mutterstadt bis zur Landesgrenze bei Speyer an die Reihe. Im badischen Bereich ist zunächst kein Ausbau vorgesehen. Alleine im zweiten Bauabschnitt bei Speyer geht es etwa um 30 Brücken, acht Versickerungsbecken, 3,5 Kilometer Lärmschutzwand sowie Ein- und Auffahrten zu sechs Parkplätzen. Das Lärmschutzwand-Thema ist schon im Stadtrat beraten worden. Wenn die Aufträge vergeben sind, kämen zunächst die Ver- und Entsorgungsleitungen dran.

Kosten in Gesamtpaket

Die Kosten sind noch unbekannt. Sie sind laut Stadt in 1,4 Milliarden Euro enthalten, die im Bundeshaushalt über den Zeitraum von 30 Jahren eingestellt würden. Dabei gehe es jedoch um „deutlich mehr als die Baukosten“, sondern um die so lange veranschlagte Öffentlich-private Partnerschaft, zu der auch der Betrieb und die Unterhaltung von weiteren Strecken gehörten. Neben dem A61-Abschnitt, der leistungsfähiger werden soll, sind das 13,9 Kilometer auf der A650 zwischen Ludwigshafen und Friedelsheim sowie 12,3 Kilometer auf der A65 zwischen Ludwigshafen und Haßloch.

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