Fussball
Das Duell der Torfabriken
Damals gewann die Arminia in einer attraktiven und spektakulären Partie 4:3. Beide Mannschaften haben schon über 50 Tore erzielt, was ein Offensivfeuerwerk erwarten lässt. „Für uns ist es ein großer Erfolg, schon jetzt den Einzug in die Aufstiegsrunde klargemacht zu haben. Damit haben wir Planungssicherheit und können dem weiteren Verlauf entspannt entgegensehen“, sagt Steffen Litzel, dem es in Dudenhofen prima gefällt. Der 36-jährige Lehrer, der an einer Gesamtschule in Bürstadt Mathematik, Erdkunde und Sport unterrichtet, hat aber noch etwas anderes im Auge: „Im Verbandspokal-Halbfinale gegen Schott Mainz wollen wir uns teuer verkaufen und möglichst ins Endspiel einziehen“, erklärt der Coach.
Ähnlich ist die Lage beim FC Arminia, der zwar noch nicht im Halbfinale steht, diesen Schritt aber im Heimspiel gegen Hassia Bingen vollziehen kann. „In der Liga, und das gilt auch für Montag, wird es für uns kein großes Taktieren mehr geben. Wir wollen nach vorne spielen, und der Spaß am Fußball soll erkennbar sein“, verdeutlicht Trainer Marco Laping. Der 44 Jahre alte Übungsleiter leitet in Kaiserslautern eine Fußballschule und ist an einer weiteren Firma, die sich unter anderem mit Leistungsdiagnostik befasst, beteiligt. Wegen der hohen beruflichen Belastung übernimmt in der kommenden Runde Co-Trainer Andreas Brill das Amt. Laping bleibt dem FCA aber erhalten, was für das gute Klima im Club spricht.
Jannik Styblo kennt beide Vereine gut
Das Trikot beider Vereine hat Flügelstürmer Jannik Styblo getragen. „Die Arminia hat mir als A-Jugendspieler die Chance gegeben, in der Oberliga zu spielen“, sagt der Meckenheimer, der über die TSG Deidesheim und Phönix Schifferstadt zum FCA kam. „Anfangs war es schwer, sich an das Niveau zu gewöhnen, aber mit der Zeit hat es immer besser geklappt“, erinnert sich der 23-jährige Angreifer. Er stieg mit der Arminia ab, direkt wieder auf und erzielte in seiner letzten Oberligasaison für die Ludwigshafener neun Tore. Kontakt hat er noch mit FCA-Kapitän Nico Pantano. „Ab und zu schreiben wir uns“, erläutert Styblo. Er glaubt, dass am Montag einiges auf den FV Dudenhofen zukommen wird.
Der pfeilschnelle Außenstürmer, der für das Umschaltspiel prädestiniert ist, hat in Dudenhofen eingeschlagen und in dieser Saison bislang schon neunmal getroffen. Die 1:4-Niederlage gegen Wiesbach am Mittwochabend liegt ihm im Magen. „Wiesbach war stark, aber wir sind unter Wert geschlagen worden“, ärgert sich Styblo. Der Logistik-Student, der noch ein Semester vor sich hat, dann seine Bachelor-Arbeit schreibt und derzeit ein Praktikum bei Daimler in Mannheim macht, hat bei seinem Trainer, der in der Serie 2013/14 in 27 Partien für die Arminia auflief und dabei sechs Tore erzielte, einen Stein im Brett. „Jannik spielt eine hervorragende Saison, hat sofort Fuß gefasst und ist extrem ehrgeizig. Außerdem ist er körperlich in einem Top-Zustand“, lobt Litzel.
Arminia-Coach Laping, der seine Mannschaft ermuntert, auch auswärts mutig und offensiv aufzutreten, hat ebenfalls eine hohe Meinung von Styblo: „Er bringt eine riesige Geschwindigkeit mit, ist auf beiden Seiten einsetzbar und zudem sehr torgefährlich.“ Der FCA ist gewarnt.