Speyer Brötchentaste: Noch keine Auswertung möglich

Brötchentaste: im Kleingedruckten des Parkautomats erwähnt.
Brötchentaste: im Kleingedruckten des Parkautomats erwähnt.

Seit Juli 2023 gibt es an den städtischen Parkautomaten die „Brötchentaste“: Wer sie drückt, darf sein Auto 30 beziehungsweise 60 Minuten gebührenfrei abstellen. Das gilt bislang nur in einer Erprobungsphase bis 31. März 2025. Ob das Angebot beibehalten wird, ist noch offen.

Die Stadt wird erst kommendes Jahr in die Auswertung der Erfahrungen mit der Brötchentaste einsteigen können, so die Verwaltung auf Anfrage. Das zur Förderung der Innenstadt gedachte Angebot ist für neun Monate beschlossen worden und gilt noch bis 31. März. Es gebe noch keine Erkenntnisse zur Nutzung, teilt Sprecherin Janine Friedmann mit. Er werde erwartet, dass die städtischen Verkehrsbetriebe (VBS) bis Ende Januar erste Resultate dazu bereitstellen könnten.

Das bisherige Problem laut Stadt: „Eine quantitative Auswertung zur Nutzung der Brötchentaste und eine damit verbundene Aussage über Anteile sowie zu den einzelnen Parkplätzen ist nicht möglich. Die Betätigung der Brötchentaste kann durch das System nicht erfasst werden.“ Geplant sei jedoch ein Vergleich der eingenommenen Gebühren und der ausgegebenen, zahlungspflichtigen Parkscheine jeweils für die Monate Juli bis Dezember der Jahre 2023 und 2024.

Umrüstung erforderlich

Vorgesehen sei auch eine detaillierte Auswertung, wie häufig die einzelnen Parktarife genutzt wurden. Dafür müsse die Stadt mit der Herstellerfirma der Parkautomaten zusammenarbeiten, die damit beauftragt worden sei, für Speyer diese Möglichkeit einzurichten, so Friedmann. Bei einem Großteil der bestehenden Automaten sei diese Umstellung grundsätzlich machbar, es gebe jedoch Einschränkungen: „Insbesondere können wiederholte Betätigungen der Taste oder Störungen durch Papierstaus die Aussagekraft der Daten beeinträchtigen.“ Auch die Brötchentaste kann im Prinzip unendlich oft gedrückt werden, ohne dass damit Parkvorgänge verbunden sind: Ein Null-Euro-Ticket wird nach Drücken des grünen Knopfes an den Automaten ohne vorherigen Geldeinwurf ausgedruckt.

Die Ermäßigung für Kurzzeitparker war im Frühjahr 2024 eingeführt worden, nachdem es Kritik an der Verdopplung der städtischen Parkgebühren zum Jahresanfang gegeben hatte. Der Einzelhandel berichtete damals von Kundeneinbußen. Die Stadt sagt noch nichts zu den weiteren Plänen: Erst wenn Daten vorlägen, werde eine Zwischenbilanz gezogen und das weitere Vorgehen „intern beraten“.

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