Speyer
„Ball des Sports“ in Speyer: Organisatorinnen verraten Neuerungen
Die Damen haben einiges aus dem vergangenen Jahr übernommen. Zusagen für die Bands seien bereits erfolgt gewesen, auch die Ausgestaltung des Foyers und die Konzeption des Programms würden im ersten Anlauf beibehalten. Eines wird aber definitiv anders. „Wir haben einen anderen Caterer“, informiert Helmig im RHEINPFALZ-Gespräch.
Neue Akzente soll es geben. Dafür wagt die Doppel-Spitze der Ball-Organisation den Schritt über Speyers Grenzen hinaus. Die Schmieders GmbH aus Deidesheim übernimmt die Bewirtung. „Persönlich habe ich dort sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Helmig, weshalb sie auf diese Karte gesetzt hat. Immerhin: Die Inhaberin, Sabine Schmieder, wohnt in Dudenhofen. Die Küche wird regional ausgerichtet sein. Während im großen Saal serviert wird, gibt es im Foyer Selbstversorgungsstationen. „Räumlich wird der Bereich etwas anders aufgemacht sein, aber das Ambiente bleibt gleich“, kündigt Helmig an. Die Essensausgabe erfolge in Form eines Marktstandes. Zudem gebe es Sekt-, Wein- und Cocktailbar sowie einen kleinen Biergarten mit Ausschank.
Keine Angst vor Pleite
Beide Frauen sind sich der Erwartungshaltung bewusst, die der Ball seit der veränderten Aufmachung durch Ulses vor einigen Jahren bei den Gästen weckt. Angst vor einer Pleite haben sie nicht. „Ich war letztes Jahr auf dem Ball, habe mir alles genau angeschaut und mir die Organisation zugetraut“, erklärt Helmig selbstbewusst.
Sie hat sich bereits früher um Veranstaltungen gekümmert, in ihrer aktiven Vorstandszeit beim Tennisclub Weiß-Rot. Die in Marburg geborene Apothekerin, seit zehn Jahren in Speyer beheimatet, ist sportlich sehr interessiert. Genau das war ausschlaggebend dafür, dass sie ihre Dienste beim Vorsitzenden des SSV, Jürgen Kief, angeboten hat. „Ich wollte mehr Sportvereine kennenlernen“, sagt Helmig, die auch beim TSV schon ehrenamtlich tätig war. Seit einem Jahr ist sie Beisitzerin in der SSV-Vorstandschaft.
Schön, selbst Judoka beim JSV Speyer gewesen und gemeinsam mit dem verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Heiner Sprau in der Sponsorenbetreuung sowie für die Vereinszeitschrift im Einsatz, ist ebenfalls ein Vereinsmensch. Sie ist wie Helmig optimistisch, dass der Ball gut laufen wird. Minimal gestrafft wurde die Ehrung der Sportler des Jahres. „Die Mannschaften fassen wir zusammen, damit es nicht zu lange dauert“, merkt Schön an, die aus ihrer Heimat Nordrhein-Westfalen vor 20 Jahren nach Speyer zog und in einer Steuerkanzlei arbeitet.
Interesse am Tanzen
Überzeugt ist Helmig – als Tänzerin regelmäßig beim Tanztreff Thiele zu finden –, dass der Ball noch in die Zeit passt. Von einer Tanzverdrossenheit will sie nicht sprechen. „Das kommt zurzeit wieder“, meint sie. Schön lenkt ein: „Viele wollen keinen Standard tanzen, aber sie genießen es, im kleinen Saal frei zu fetziger Musik abrocken zu können.“ Die Beschallung an zwei Standorten soll beibehalten werden. „Die Mischung“, unterstreicht Helmig, „ist gut.“
Seit dieser Woche steigt dann doch die Nervosität beim Ball-Duo. „Da hängt viel dran. Das ist schließlich eine städtische und etablierte Veranstaltung“, sagt Helmig.
Termin und Tickets
- Ball des Sports am Samstag, 7. März, 19.30 (Einlass ab 18.30 Uhr), in der Stadthalle Speyer
- Tischkarten gibt es noch unter karten@stadtsportverband-speyer.de. Tickets für den Sportlerball können bei Intersport Scheben, Wormser Landstraße 253, Sakul Bekleidungsgeschäft, Maximilianstraße 30, Buchhandel Fröhlich, Roßmarktstraße 3, und Radsport Schumacher, Landauer Str. 1a, gekauft werden.
RHEINPFALZ-Kommentar von Susanne Kühner
Thomas Ulses hat mit der Umstrukturierung des Ball des Sports Maßstäbe gesetzt. Gleichzeitig hat er den Boden bereitet für eine positive Zukunft. Mit Anne Helmig und Bärbel Schön haben zwei Frauen die Regie übernommen, die die wichtigste Mischung für einen ehrenamtlichen Job haben: Herzblut, Kreativität und das Gespür für die Notwendigkeit von Veränderung. Im Falle des Caterings haben sie einen ersten großen Schritt gewagt. Er war die Reaktion auf die Resonanz aus der Vergangenheit. Wie’s läuft, wird sich zeigen. Die Damen wollen sich nicht auf der Stelle drehen. Dafür ist das Parkett der Möglichkeiten zu groß.