Speyer Bald schnelles Internet

Glasfaserkabelverlegung in Hürth: Auch in Waldsee soll das Netz ausgebaut werden.
Glasfaserkabelverlegung in Hürth: Auch in Waldsee soll das Netz ausgebaut werden.

Viele Tagesordnungspunkte, ausführliche Vorträge aber nur wenig Diskussionsbedarf charakterisierten die Einwohnerversammlung in Waldsee am Montagabend. Besonders interessierten sich die rund 80 Zuhörer in der Kulturhalle für den Vortrag von Telekom-Vertreter Bruno Stolz über die Ausbaumaßnahme „schnelles Internet“ des Telekommunikationsunternehmens.

Vermutlich Ende Oktober werden fast alle Haushalte in Waldsee die Möglichkeit haben, schnelles Internet mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 MBit zu bekommen, in zwei bis drei Jahren sollten sogar Geschwindigkeiten bis zu 350 MBit möglich sein, schätzt Stolz. „Die Telekom investiert drei bis vier Millionen Euro pro Jahr in den Ausbau der Netze“, erklärte er. In Waldsee wird, wie auch in Neuhofen, zurzeit ein Glasfasernetz parallel zu den bestehenden Kupferleitungen verlegt. Bisher liegt Glasfaserkabel nur bis zu den Verteilerstationen am Ortsrand. Nun werden von diesen Verteilerstationen Glasfaserkabel bis an die grauen Kabelverzweigerkästen, die in den Straßen stehen, verlegt. Die bestehenden Kästen werden dafür überbaut, sie werden größer als bisher. Die alte Technik im Kasten bleibt erhalten, dazu kommen neue Technik und eine Klimaanlage für die empfindlichen Bauteile. Nur dort, wo diese neuen Multifunktionsverzweiger keinen Platz finden, werden sie an eine andere Stelle verlegt. Von diesen Kästen bis zum Haus ändert sich nichts, für diese Strecke werden die alten Kupferleitungen weitergenutzt, allerdings sollen mit der sogenannten Vectoring-Technik auftretende Störsignale herausgefiltert werden. Das in Waldsee angewandte Verfahren nennt man FTTC (Fibre to the Curb oder Cabinet, übersetzt in etwa: Glasfaser bis an die Bordsteinkante oder Kasten). Es werden also keine Hausanschlüsse erneuert oder Leitungen in Mehrfamilienhäusern neu verlegt. Das hatte einer der Zuhörer befürchtet. Für die Verlegung der Glasfaserkabel im Ort werden auch nicht alle Straßen aufgerissen. Dies ist nur an einigen Stellen vornehmlich im Bereich der Gehwege nötig: in Teilen der Neuhofener, Berliner und Dresdener Straße sowie in der Mörsch-, Lerchen- und Haardtstraße. Die Arbeiten dort laufen zum Teil schon. An anderen Stellen werden die Kabel in bestehende Rohre eingezogen. Während der Ausbaumaßnahmen erwartet Stolz keine Störungen des Internets. Inwieweit die Aussiedlerhöfe von der neuen Technik profitieren, konnte Stolz noch nicht sagen. Für diese Häuser biete sich eine Hybrid-Technik an, eine Kombination aus Funk und herkömmlicher Übertragung. Automatisch wird allerdings kein Haushalt schnelles Internet bekommen. Wer nichts unternimmt, bei dem bleibt alles beim alten, denn die alten Kupferleitungen bleiben ja in der Erde. „Wenn es so weit ist, müssen Sie aktiv werden“, sagte Stolz. Der Breitband-Internetzugang kann dann in den Telekom-Shops, über das Internet oder eine Telefonhotline beantragt werden. Außerdem ziehen Berater von Tür zu Tür. Eine Reservierung ist ab Ende Juli schon möglich. weiterer Bericht folgt

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