Speyer Bäume müssen weichen

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Auf Speyerer Gemarkung zwischen Rheinhauptdeich und Auwald werden in den kommenden Jahren laut Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd rund 220 Bäume gefällt. Auch entlang der Deiche auf den Gemarkungen Waldsee, Otterstadt, Römerberg und Lingenfeld ist geplant, einen Mindestabstand der Bäume zum Deich einzuhalten.

Für die Deichsicherheit sieht eine Vorschrift laut SGD Süd eigentlich auf beiden Seiten eines Flussdeiches einen fünf Meter breiten Schutzstreifen vor. Auf diesem dürfen keine Bäume, Hecken oder Büsche stehen. An vielen Stellen reichen große Bäume jedoch bis auf einen Meter an den Deich heran. Deshalb sollen mittelfristig alle Bereiche überprüft werden. Bäume, die zu nah am Deich stehen, sollen dann „in Abstimmung mit den Fachbehörden und Grundstückseigentümern sukzessiv entnommen werden“, teilte Nora Schweikert von der SGD Süd auf Anfrage mit. Die erforderlichen Baumfällungen werden von einem Fachbüro vorbereitet und mit den Naturschutzverwaltungen abgestimmt, versicherte die SGD-Sprecherin. Wie viele Bäume auf den Gemarkungen rund um Speyer fallen müssen, konnte sie noch nicht sagen. Zusätzlich zu dem fünf Meter breiten Schutzstreifen will die Behörde langfristig noch einen fünf Meter breiten Waldrandstreifen entwickeln, in dem lediglich Heckenbewuchs zugelassen ist. Der Abstand großer Bäume zum Deichfuß würde somit zehn Meter betragen. Über den Winter seien entlang des Rheinhauptdeichs neben Rückschnitten und Fällungen einzelner Bäume keine umfangreichen Maßnahmen geplant, sagte Schweikert. Zurzeit werden entlang des Deichs im Speyerer Süden zwar 76 Bäume gefällt, der Grund für diese Fällungen sei jedoch nicht die Deichsicherheit. Die Bäume seien krank, teilte die SGD-Sprecherin mit.

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