Speyer Asylunterkunft: Stadt spricht mit Domkapitel

Ob aus dem Bistums-Gebäude in der Engelsgasse eine Unterkunft für Asylsuchende wird, darüber berät Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) mit dem Domkapitel. Dies teilt die Stadt auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Wie berichtet, hatte Bischof Karl-Heinz Wiesemann das Haus angeboten.
„Brandschutz und technisches Gebäudemanagement der Stadt Speyer haben die Immobilie des Bistums in der Engelsgasse besichtigt, um den Umfang des Sanierungsbedarfs festzustellen“, berichtet Barbara Fresenius von der städtischen Pressestelle weiter. Eine Zusammenstellung der notwendigen Maßnahmen sei Eger kurz vor Weihnachten vorgelegt worden. Die Liste umfasse Wasser, Abwasser, Heizung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen. „OB Eger wird deren Realisierbarkeit gemeinsam mit dem Domkapitel beraten“, sagt Fresenius. Das Bistum wiederum wartet noch auf Antwort aus dem Rathaus, wie es auf Anfrage mitteilte. Wie berichtet, wird das Gebäude aktuell als Lager genutzt. Über weitere Immobilien, die als Flüchtlingsunterkunft dienen könnten, verfüge das Bistum derzeit nicht, wie es mitteilt. Das Gelände des Bistumshauses St. Ludwig wird dieses Jahr zum Verkauf ausgeschrieben, scheidet somit auch aus auf der Suche nach potenziellem katholischem Wohnraum für Asylbewerber in Speyer. Über 200 Asylbewerber beherbergt die Stadt derzeit. Die Stadt rechnet für dieses Jahr mit einer steigenden Anzahl. (ccd)