Speyer Abstiegsangst und Finalchance

Speyer. Zwei wichtige Kämpfe stehen heute für die Bundesligamannschaften des JSV Speyer auf dem Programm.
Die Männer streiten heute (18 Uhr) im Judomaxx im Relegationshinkampf gegen JC Rüsselsheim um den Klassenverbleib. Die beiden Mannschaften, die am Ende der Hauptrunde die letzten beiden Tabellenplätze belegten, ermitteln den Absteiger. „Wir stehen personell gut da, nahezu in Bestbesetzung“, sagt Speyers Teamchef Michael Görgen-Sprau. Dennoch gilt Rüsselsheim als klarer Favorit. Das ergibt sich alleine schon aus dem Ergebnis des ersten Aufeinandertreffens der beiden in dieser Saison, als die Hessen am 30. Mai mit 11:3 klar die Oberhand behielten. Mehr als vier Punkte schaffte der JSV in dieser Saison noch nie, obwohl er gerade in den vergangenen Kämpfen sehr nah dran war. Die Domstädter ließen eine Leistungssteigerung gegenüber der Premierensaison in Liga eins vor zwei Jahren erkennen. Görgen-Sprau: „Unser Ziel ist, die beiden Begegnungen möglichst lange offenzuhalten.“ Am vierten Kampftag der Bundesliga Süd treten die Frauen des JSV Speyer heute (17 Uhr) beim JC Wiesbaden an. Mit drei Siegen in den drei ersten Kämpfen der Saison besitzt Speyer eine optimale Ausgangslage, um einen der drei ersten Tabellenplätze zu belegen, die zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft berechtigen. „Dazu müssen wir nur einen der verbleibenden zwei Kämpfe gewinnen. Aber unser Ziel ist natürlich, zwei Siege einzufahren“, erklärt Teamchefin Nadine Lautenschläger. Wiesbaden liegt mit einem Sieg und zwei Niederlagen auf Rang vier, liebäugelt jedoch zumindest noch mit Rang drei. Nach der Weltmeisterschaft vor einer Woche in Kasachstan fehlen dem JSV seine ausländischen Judoka und einige Deutsche. „Wir haben also ein bisschen Personalnot. Aber wir haben schon in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen gezeigt, dass wir auch als Mannschaft funktionieren“, sagte Lautenschläger. Dem gegenüber stehe Wiesbaden, das sich seit der vergangenen Saison gut verstärkt habe und wahrscheinlich auch zwei ausländische Kämpferinnen einsetze: „Dennoch fahren wir dort hin, um zu gewinnen.“ Wenn das klappt, gibt es zwei Wochen später in Speyer einen echten Spitzenkampf um Tabellenplatz eins gegen die bislang ebenfalls verlustpunktfreie TSG Backnang. (rhp)