Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Abstieg rückt für FV Dudenhofen näher

Niedergeschlagen: Yannis Albrecht. vom FV Dudenhofen.
Niedergeschlagen: Yannis Albrecht. vom FV Dudenhofen.

Das rettende Ufer ist (noch) in Sichtweite. Der Klassenverbleib des FV Dudenhofen in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aber ist nach der samstäglichen 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern extrem gefährdet.

Vor dem Spiel hielten es alle im FVD-Sportheim mit dem FCK, verfolgten auf dem Großbildschirm das Spiel der Roten Teufel in Kiel, zitterten mit dem Pfälzer Fußballstolz und bejubelten den sensationellen 3:1-Sieg der Lauterer bei den „Störchen“. Dass hernach die „kleinen“ Roten Teufel dem Coup der Profis ein 2:1 an der Iggelheimer Straße folgen ließen, war dem Gros der 377 Zuschauer nicht so wirklich recht.

Hoffmann enttäuscht

Mit 39 Punkten steht der FVD nach 33 Spieltagen auf Platz 14 – unterm Strich. „Ein verdienter Sieg des FCK. Wir dürfen im Abstiegskampf so nicht auftreten. Wir haben etliches vermissen lassen“, erklärte FVD-Trainer Kevin Hoffmann. Er monierte zögerliches Zweikampfverhalten, gerade auch vor dem 0:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als sich Shawn Blum absetzte und aus 16 Metern unhaltbar für den guten Torhüter Malcolm Little traf. „Das darf uns so nicht passieren, das Tor war sehr unglücklich, ein richtiger Tiefschlag“, sagte Trainer Hoffmann, der seine Spieler „teilweise zu naiv“ zu Werke gehen sah.

Das 2:0 durch Robin Muth nach Julian Scharfenbergers Ballverlust und Collmann-Flanke in der 62. Minute war überfällig. Kevin Hoffmann reagierte in der 69. Minute mit einem Dreier-Wechsel. Er brachte Thomas Meier, Albert Jungblut und Jannik Styblo für Elias Burkert, der Torjäger Collmann im Zentrum gut abgeschirmt hatte, Tolga Barin und „Jule“ Scharfenberger. Drei Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Styblo, ein belebendes Element, für den Anschlusstreffer, und hätte kurz drauf fast sogar ausgeglichen. „Wir haben das System umgestellt, dann mit zwei Flügelstürmern gespielt, damit sind wir stärker geworden“, befand Styblo. Sein Trainer fordert auf der Zielgeraden der Saison ein Umdenken, ein jeder müsse sich hinterfragen. Der Coach will vor allem eine andere Einstellung sehen: „Die richtige Mentalität hat gefehlt. Das ist zu wenig. Das ist nicht Dudenhofen!“

Kämpfer Little

Und doch war, auch dank des Lauterer Chancenwuchers, noch ein Punkt drin. Aber Kennet Hanner Lopez, der wie Stürmerkollege Scharfenberger lange unterstützungslos in der Luft hing, scheiterte eine Minute vor Schluss nach einem weiten Schlag Littles am Innenpfosten. „Wenn du unten stehst, passiert genau das …“, beklagte Tolga Barin das Pech. Als Vorbild im Klassenkampf würdigte Trainer Hoffmann den auch verbal höchst engagierten Torhüter Malcolm Little, der in der Nachspielzeit mitstürmte, „und sich mit vollem Einsatz rein warf“. Mit seinen Eckbällen trug nun auch Kapitän Sprengling Gefahr vors Tor.

„Verlieren verboten“, sagt Jannik Styblo mit Blick auf den 1. Mai (14 Uhr), wenn bei Wormatia Worms gepunktet werden soll. „Wir können auch gegen die Großen was machen“, betont der Flügel-Turbo. „Wir müssen die Enttäuschung schnell verarbeiten, uns erholen, am Mittwoch geht es ja schon weiter“, unterstrich Hanner Lopez. Das nächste Heimspiel ist auf Montag, 6. Mai, 19 Uhr, verlegt worden. Dann kommt Meister Eintracht Trier an die Iggelheimer Straße. Ob bei der kriselnden Wormatia oder gegen den stolzen Regionalliga-Aufsteiger – wo Dudenhofen drauf steht, soll auch Dudenhofen drin stecken. Jeder soll schleunigst wieder verinnerlichen was es heißt, das gelbe Trikot zu tragen, fordert Kevin Hoffmann.

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