Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel 11 Freunde: Verbandsliga-Kicker Marvin Sprengling erzählt über Auswärtsfahrten

17 Tore hat er f ür den FC Speyer in dieser Saison bislang erzielt: Marvin Sprengling.
17 Tore hat er f ür den FC Speyer in dieser Saison bislang erzielt: Marvin Sprengling.

Seit fünf Jahren spielt Marvin Sprengling für den FC Speyer. Nach der Saison ist für ihn Schluss beim Fußball-Verbandsligisten. Er wechselt eine Liga nach oben zum FV Dudenhofen. Dann werden die Auswärtsfahrten auch wieder länger. Sprengling freut sich.

Es kommt darauf an, ob das Spiel direkt vor der Haustür ist“, sagt der offensivstarke Sprengling, der in dieser Saison bis zum Einstellen des Spielbetriebs gleich 17-mal in die gegnerischen Maschen schoss, über den Ablauf bei Auswärtsspielen. Die Verpflegung vor der Partie gehöre dann aber schon zur Vorbereitung, so Sprengling, der gerade sein Studium im Handelsmanagement erfolgreich beendet hat und nun bei der Volksbank Speyer arbeitet. „Das ist dann auch Eigendisziplin. Früher, als ich noch in Mechtersheim gespielt habe, habe ich mir vor den Auswärtsfahrten Nudeln vorgekocht“, erzählt er und habe diese dann während der Busfahrt verspeist. Beim FC Speyer sei dies jedoch etwas anders. „Wir essen vor den weiten Auswärtsfahrten zusammen“, erzählt Sprengling.

Sprengling mag das kleine Stadion in Pirmasens

Wenn es dann in den Bus geht, heißt es dann auch mal kämpfen. „Man wird dann auch mal müde im Bus“, sagt Sprengling, der aber gerade vor Fahrten zu den großen Vereinen der Region mit eigenen Stadion, wie beispielsweise der FK Pirmasens eines hat, doch Freude verspürt. „Klar auf das Stadion freut man sich mehr als auf eine Fahrt zu irgendeinem Provinzverein. Das kleine Stadion in Pirmasens ist schon geil“, sagt der FCS-Schlüsselspieler. Doch gerade bei den kleinen Klubs macht man da schon mal besondere Erfahrungen. „Da spielt der Kopf auch eine Rolle“, stellt Sprengling fest und will sich gedanklich nicht von den Gegebenheiten einer kleinen, in die Jahre gekommenen Kabine oder dem weiten Weg zum Platz beeinflussen lassen.

Vor allem die Derbys habe es Sprengling angetan

Doch noch besser als Spiele im Stadion gefallen Sprengling die Derbys vor 1500 Zuschauern. „Ich mag das, dann ist es immer recht eng. Die Zuschauer stehen ganz nah am Feld“, erzählt der zukünftige Oberligaspieler, den die Anzahl der Zuschauer aber kaum beeinflusse. Stehen die Fans in Speyer, Mechtersheim oder Dudenhofen nahe am Spielfeldrand, dann ist auch Kommunikation da. In der Verbandsliga ist da alles dabei, vom ehrgeizigen Fan bis hin zum Sprücheklopfer. „Ich finde es lustig wenn Fans etwas reinrufen. Es ist doch schön, wenn sie interagieren“, sagt Sprengling, der dann auch mal gerne mit diesen kommuniziert, jedoch nicht unter der Gürtellinie. Kommunikation zwischen dem 26-Jährigen und den Schiedsrichtern gab es auch schon immer. „Ich habe schon immer gerne mit dem Schiedsrichter gesprochen. Das hat aber zum Glück ein bisschen abgenommen“, schmunzelt er.

Die Busfahrt gehört immer dazu

Sind die 90 Minuten einer Auswärtsbegegnung vorbei, die Sprengling nicht anders beurteilt als eine Partie vor eigenem Publikum, kommt dann der Teil, der doch stark abhängig vom Ausgang der Partie ist: die Busfahrt. „Als wir damals mit Mechtersheim abgestiegen sind, war die Heimfahrt von Gonsenheim schon komisch. Es ist ohnehin das schlimmste Gefühl für einen Fußballer, abzusteigen. Es war sehr still im Bus“, erzählt der künftige Akteur des FV Dudenhofen. Das jedoch kann sich auch völlig wenden. Die Süße von drei Punkten in der Fremde spiegele sich dann auch mal in der Lautstärke im Bus wieder. Zu Hause jedoch ist das Spiel für Sprengling aber auch gedanklich erst mal vorbei. Denn ein Spiel, so erklärt er, „dauert dann eben doch nur 90 Minuten“.

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