Saarbrücken
Studenten aus der ganzen Welt: Was die Saar-Uni vorhat
Gut gefüllt war das Audimax der Universität des Saarlandes am Mittwoch zur Eröffnungsfeier des neuen Semesters. Für den neuen Unipräsidenten Ludger Santen war es bei seinem Grußwort, in dem er die vielfältigen Angebote an der Saar-Uni lobte, die Premiere. Einerseits kann er sich zwar über einen Zuwachs bei den Studienanfängern freuen. Die Gesamtzahl verzeichnet jedoch weiterhin keinen Trend nach oben.
Vor allem die wachsende Zahl an internationalen Studenten, die inzwischen rund 22 Prozent ausmachen, sind für den Präsidenten erfreulich. Dies zeige die hohe Anziehungskraft sowie das vielfältige Studienangebot, das Interessierte aus der ganzen Welt nach Saarbrücken und zur Schwester, der Uniklinik Homburg, locke.
Forschung nur durch kluge Köpfe aus aller Welt
Trotzdem bleibt die Herausforderung, die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. „Wir können die vielen hochkarätigen Forschungsprojekte nur vorantreiben, wenn es uns gelingt, kluge Köpfe aus dem In- und Ausland an die Universität zu binden“, sagt Ludger Santen. Dafür brauche es attraktive Studienangebote, eine intensive Betreuung und eine Willkommenskultur für internationale Studierende.
Insgesamt studieren 16.031 Personen an der Saar-Uni – diese Zahl ist nahezu identisch zum Vorjahr. 2491 Studenten wechseln zum neuen Semester an die Saar-Uni, was einem Zuwachs von fast neun Prozent entspricht. Die Zahl der saarländischen Studienanfänger bleibt dabei mit einem Anteil von 48 Prozent so gut wie unverändert.
Asta fordert gerechte Verteilung bei Studiengängen
Auch der Studierendenausschuss (Asta) ist gespannt auf die neuen Impulse des Präsidenten. Insbesondere das Qualitätsmanagement der Lehre müsse angegangen werden. Die Vielzahl der neuen Studiengänge sei jedoch ebenso wie die Schaffung von neuem Wohnraum für Studenten positiv zu bewerten.
Ab diesem Wintersemester neu sind der Master-Studiengang „Räume, Politiken und Gesellschaften Europas“, der deutsch-französische Studiengang „Europäische und internationale Politik“, der Quereinstiegsmaster für Lehramt in Physik und Informatik sowie der Jura-Bachelor. „Wir begrüßen ausdrücklich die Erweiterung des Studiengangpotfolios, wünschen uns aber auch eine gerechte Mittelverteilung zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften“, fordert der Studierendenausschuss. Darüber hinaus sei es wünschenswert, den Studiengang der Politikwissenschaften, der vor einigen Jahren auf politischen Spardruck hin abgeschafft wurde, wieder einzuführen.
Semesterticket: Statt 49 nur 29,40 Euro für Studenten
Zum Start des Wintersemesters wurde auch das Semesterticket durch ein bundesweit gültiges Deutschlandticket für Studierende abgelöst. Das neue sogenannte Deutschlandsemesterticket kostet laut saarländischem Verkehrsverbund SaarVV für jeden immatrikulierten, beitragspflichtigen Studenten 176,40 Euro pro Semester – also 29,40 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Für Nicht-Studenten kostet das Deutschlandticket noch 49 Euro im Monat, bevor es ab 1. Januar 2025 dann 58 Euro kosten wird.