Homburg
Stadt Homburg hofft auf abgespeckten Rest-„Musiksommer“ 2020
Kurzerhand fasste der Stadtrat drei getrennte Anträge unterschiedlicher Fraktionen zu einer gemeinsamen Initiative zusammen, die von allen Ratsgruppierungen gleichermaßen getragen wird. Demnach prüft die Stadt Homburg, ob sie im schwierigen Jahr 2020 den Gaststätten „großzügige Genehmigungen zur Ausweitung der Außenbestuhlung im öffentlichen Raum“ erteilen kann. Vor allem in der Innenstadt – in der Talstraße, Saarbrücker Straße und auf dem Marktplatz – werden dafür bis zum Ende der Sommersaison auch Autostellplätze und Parkbuchten umgewidmet. Ein Mindestmaß an Stellplätzen soll aber erhalten bleiben.
Hilfsprogramm für Vereine
Der „kommunale Schutzschirm“ für Homburger Vereine soll aus einem Hilfspaket mit Geldzuwendungen bestehen, die über die vorher schon geplanten Zuschüsse hinausgehen. Damit soll den von der Krise am schwersten betroffenen Vereinen unbürokratisch geholfen werden. Für einen bestimmten Zeitraum verzichtet die Stadt auf Mietzahlungen, Steuern oder Gebühren von den Vereinen.
Ins gleiche Horn stößt der von den Linken angeregte Stadtratsbeschluss, dass es dieses Jahr für die Anbieter von kulturellen Veranstaltungen in Homburg keine Gebührenerhöhungen geben soll. Der Kulturbeigeordnete Raimund Konrad (CDU) bemerkte, das man die Gebühren etwa für Stände auf dem Weihnachtsmarkt oder Stadtfest ja eigentlich erhöhen müsse, „damit wir kostendeckend arbeiten können“. Nach Ende der Corona-Krise werde man über dieses Thema sicherlich erneut zu reden haben.
Musiksommer-Neustart ab Ende Juli?
Noch nicht ganz verabschiedet hat sich die Stadt Homburg von der Hoffnung, trotz aller Widrigkeiten im Spätsommer eine – wenn auch sicherlich stark abgespeckte – corona-gerechte Version der beliebten Musikreihe „Homburger Musiksommer“ auf der Bühne am Historischen Marktplatz anzubieten. Sollte das Saarland seine Corona-Vorschriften weiter lockern, könnten ab Ende Juli freitagabends („Querbeat“) und samstagvormittags („Jazzfrühschoppen“) eventuell Konzerte mit bis zu 350 Besuchern erlaubt werden.
Für diesen Fall sagt der Stadtrat dem ausrichtenden Verein „Interessengemeinschaft Homburger Altstadt“ einen städtischen Zuschuss über 40 000 Euro zu. In normalen Jahren, wenn der Musiksommer komplett bespielt wird, beträgt dieser Zuschuss üblicherweise 60 000 Euro.