Homburg / Blieskastel Gärtnerische Bliesgau-Ausflugstipps für die Hosentasche

Federvieh auf dem winterlichen Jägersburger Schlossweiher. Im Hintergrund ist die Gustavsburg zu sehen.
Federvieh auf dem winterlichen Jägersburger Schlossweiher. Im Hintergrund ist die Gustavsburg zu sehen.

Die neu erschienene Erlebniskarte „Gärten mit Geschichte“ lädt zur Spaziergängen und kulturhistorischen Zeitreisen durch die Saarpfalz ein. Handlich im Quadrat gefaltet, ist die Karte als Ergänzung zur touristischen Beschilderung der 15 „Gärten mit Geschichte“ in der Biosphäre Bliesgau gedacht. Auch auf „Winter-Safari“ kann man sich mithilfe des kostenlos erhältlichen Führers begeben.

Das Erkunden von öffentlichen Parks und Gärten im Saarpfalz-Kreis an der frischen Luft ist auch in Corona-Zeiten gut möglich. Das Abstandhalten sollte dabei kein Problem sein. Herausgegeben wurde die Faltkarte vom Zweckverband Saarpfalz-Touristik. Dessen Geschäftsführer Wolfgang Henn: „„Natürlich präsentieren sich die Parks und Gärten im Winter eher etwas zurückhaltender, aber auch mit einem besonderen Charme.“ In der Biosphärenregion gebe es feudalherrschaftliche und kulturhistorische, aber auch beschauliche Gärten zu entdecken. „Die Geschichten dahinter sind spannend und vielschichtig“, sagt Henn. „Die 15 Parkanlagen sind in unterschiedlichen Gestaltungs- oder Pflegezuständen, und jeder Garten hat seine eigene Biografie.“

In dem Kartenwerk fehlt die Jägersburger Weiherlandschaft nicht. Diese hatte schon früh große touristische Bedeutung. Wurde zunächst der Schlossweiher mit der Gustavsburg lange Zeit als Badeweiher genutzt, folgte in den 1960er- und 70er-Jahren der Ausbau des Brückweihers für Besucher. Das Gelände zwischen den beiden Weihern wurde als Naherholungsgebiet angelegt, unter anderem mit Wasserspielplatz. In jüngster Zeit haben sich am Brückweiher ein Kletterpark, ein Blockhaus mit Biergarten sowie ein Wellnesshotel mit Restaurant sowie Almhütte und Biergarten angesiedelt. Ein weiterer „Garten mit Geschichte“ in Homburg ist der Waldpark Schloss Karlsberg bei Sanddorf: Hier kann man nach den Spuren des versunkenen Schlosses des Zweibrücker Herzogs Karl August suchen.

„Quelle der Freude und Entspannung“

In Bexbach lohnt sich ein Besuch im 1951 angelegten Blumengarten. Nach dem Krieg sollte der Mustergarten als „Quelle der Freude und Entspannung für die ganze Familie“ dienen.

In St. Ingbert laden die Gustav-Clauss-Anlage und der Park Schloss Elsterstein zum Spazieren ein. Eine Tafel berichtet dort, dass der St. Ingberter Apotheker Gustav Clauss einst als Stadtratsmitglied den Anstoß für diese „grüne Lunge“ gegeben hat. Als Ergänzung zum Parkbesuch empfiehlt die Tourismuskarte einen Stadtrundgang, den es auch als Lauschtour für die Ohren zu erleben gibt.

Vom Klosterpark zum Barockgarten

In der Stadt Blieskastel locken der Klosterpark und der Barockgarten an der Orangerie. Auch hier wird eine Lauschtour angeboten, deren Ausgangspunkt der Paradeplatz ist.

Das Kulturlandschaftszentrum „Haus Lochfeld“ bei Wittersheim hat ein Ensemble aus Obst- und Beerengarten, Weinberg, Rosen- und Bauerngarten zu bieten.

Am südlichen Ende des Saarpfalz-Kreises gibt es den Römergarten im Europäischen Kulturpark Reinheim zu entdecken – ebenfalls als Lauschtour, direkt neben dem begehbaren Grab der „Fürstin von Reinheim“.

15 Gärten mit Geschichte

Homburg

Waldpark Schloss Karlsberg

Barockgarten in Schwarzenacker

Jägersburger Weiher

Blieskastel

Orangerie-Barockgarten

Klosterpark

Park am Würzbacher Weiher

Bauerngarten Mimbach

Park Bagatelle Aßweiler/ Seelbach

Pirminiusgarten Altheim

Bexbach

Blumengarten

St. Ingbert

Gustav-Clauss-Anlage

Park Schloss Elsterstein

Mandelbachtal

Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld

Gersheim

Römergarten im Europäischen Kulturpark Reinheim

Kleinblittersdorf

Schlossgarten Rilchingen

Die Faltkarte kann bei der Saarpfalz-Touristik

am Paradeplatz 4 in 66440 Blieskastel,

Telefon 06841/104-7174,

E-Mail-Adresse touristik@saarpfalz-kreis.de,

bestellt werden. Herunterladen kann man sie

sich unter www.saarpfalz-touristik.de.

Mit der Faltkarte im Barockgarten an der Blieskasteler Orangerie.
Mit der Faltkarte im Barockgarten an der Blieskasteler Orangerie.
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