Altheim Ein Storchenpaar muss umziehen

Der Frost spielte den Arbeitern gut zu. Normalerweise ist die Fahrt mit den schweren Autos auf der nassen Wiese eine Tortur.
Der Frost spielte den Arbeitern gut zu. Normalerweise ist die Fahrt mit den schweren Autos auf der nassen Wiese eine Tortur.

Zwölf Meter hoch ist der neue Storchenmast, den Mitarbeiter der Pfalzwerke gestern im Bickenalbtal von Altheim auf einer Pferdekoppel aufgebaut haben. Der Stahlmast ist eine Spende der Pfalzwerke an die Ortsgemeinde im Wert von rund 1500 Euro. Denn im Vorjahr hat ein Storchenpaar auf einem nahegelegenen Hochspannungsmast der Pfalzwerke ein Nest gebaut.

„Ein solches Nest müssen die Pfalzwerke entfernen, weil die Gefahr zu groß ist, dass die Jungstörche in die Hochspannungsleitung fliegen, und deshalb haben wir ein Ausweichnest ein wenig außerhalb der Ortslage und weg von den Stromleitungen geplant“, erklärte gestern Morgen beim Setzen des Mastes Altheims Ortsvorsteherin Beate Lambert. Während der Mast selbst und das Aufstellen von den Pfalzwerken über die Aktion Pfalzstorch übernommen wurden, hat der örtliche Schlosser Paul Faber den Nestkorb gebaut, verzinkt und ebenfalls gespendet. „Der Korb dürfte so an die 700 Euro wert sein“, erklärte Lambert, die sich zusammen mit den Besitzern des Grundstücks, Ralf Bötter und Annette Molter-Klein über den ersten Storchenmasten in der Gemeinde freuten.

Laut Lambert nutzten die Pfalzwerke gestern kurzfristig den gefrorenen Boden der ansonsten feuchten Bickenalb-Wiese, um mit den schweren Fahrzeugen den harten Boden befahren zu können. Den Standort inmitten einer Pferdekoppel haben die Besitzer, die Gemeinde und das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz gemeinsam ausgesucht. „Das ist das erste und einzige Nest im Bickenalbtal, und es sind schon Störche darübergeflogen und haben es von oben inspiziert“, sagte Beate Lambert gestern. Wobei „erstes und einziges Nest“ nur für den saarländischen Teil der Bickenalb gilt. In Mittelbach in den Bickenalbauen Richtung Hengstbacher Mühle stehen bereits seit drei Jahren zwei Storchenmasten, deren Nester von den Vögeln gut angenommen werden. „Altheim hat eine hohe Geburtenrate. Es wird Zeit, dass der Klapperstorch ein eigenes, sicheres Nest bekommt“ sagte die Ortsvorsteherin gestern Morgen schmunzelnd.

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