Saarbrücken Corona hindert Künstlerin am Singen

Im wahrsten Sinne stummer Protest vor dem Kaufhaus.
Im wahrsten Sinne stummer Protest vor dem Kaufhaus.

Ohne Einnahmen in der Vorweihnachtszeit ist eine junge Musikerin, die in diesen Tagen in der Saarbrücker Fußgängerzone vor dem Kaufhaus Karstadt steht. Nach eigenen Angaben darf sie dort im Freien weder Gitarre spielen noch singen. „Es könnten sich Menschentrauben bilden. Dann würden die Zuhörer womöglich nicht den Mindestabstand einhalten“, nennt die junge Frau auf Nachfrage Gründe für den Maulkorb. Im Saarland gilt die aktuelle Fassung der Corona-Verordnung vom 27. November 2020. In jener steht im Paragraf 6, Absatz 1 geschrieben: „Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist so zu gestalten, dass er höchstens den Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts sowie Angehörige eines weiteren Haushaltes oder des familiären Bezugskreises umfasst, maximal jedoch fünf Personen. Zum Haushalt oder dem familiären Bezugskreis gehörende Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen. Ansammlungen mit mehr als zehn Personen sind verboten.“ Somit bleibt die Musikerin jetzt stumm. Mit einem Plakat macht sie auf ihre Situation aufmerksam.

x