St. Ingbert
Cispa-Ansiedlung: Grünes Licht vom Stadtrat für 300 neue Jobs
Schon vor etwas über einem Jahr wurde bekannt, dass das Cispa-Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit von Saarbrücken nach St. Ingbert umziehen möchte. Grünes Licht vom Stadtrat gibt es nun. Dieser hat in einer Sondersitzung den Bebauungsplan für das ehemalige Gelände des Metallverarbeiters „Neumann Präzisionstechnik“ Am Güterbahnhof mehrheitlich beschlossen. Dass sich Cispa voraussichtlich Ende 2026 in der 35.000 Einwohner starken Stadt ansiedeln wird, bezeichnete Oberbürgermeister Ulli Meyer (CDU) als eine „historische Chance für St. Ingbert“.
Von 560 auf 900 Mitarbeiter in St. Ingbert
Auch deshalb, weil so viele neue Arbeitsplätze in St. Ingbert entstehen werden. Neben Arbeitsplätzen im IT-Sektor rechnen die Verantwortlichen mit weiteren Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich und in der Gastronomie. Momentan hat das Cispa-Zentrum, das hauptsächlich im Bereich Cybersicherheit forscht, insgesamt rund 560 Mitarbeiter. Wenn der in St. Ingbert geplante „Campus Süd“ fertiggebaut ist, soll die Mitarbeiterzahl auf voraussichtlich 800 bis 900 anwachsen. Diese sollen dann alle im neuen Cispa-Campus in St. Ingbert arbeiten. Cispa-Gründungsdirektor Michael Backes sagte, Ziel sei es, das Forschungszentrum auf 1200 Mitarbeiter und 80 Professuren zu vergrößern.
Der Stadtratsbeschluss sei ein „bedeutender Schritt für die Stadtentwicklung und wird langfristig zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur wirtschaftlichen Stärkung der Region beitragen“, sagt OB Meyer.
Zwei Cispa-Einrichtungen miteinander verbinden
Warum das Cispa-Forschungszentrum gerade nach St. Ingbert kommt, liegt daran, dass sich der Cispa Innovation Campus, das Start-ups fördert, schon in St. Ingbert befindet – nämlich auf dem Gelände der Alten Schmelz. Und die ist nur einen Steinwurf vom Neumann-Gelände entfernt. So seien die beiden Cispa-Einrichtungen direkt miteinander verbunden, und Forscher und Start-ups könnten optimal miteinander verzahnt werden. Momentan sei das nur schwer möglich.
In Angriff nehmen soll den neuen Cispa-Campus die St. Ingberter Baufirma Peter Gross Bau. Ihr gehört auch das Neumann-Gelände. Auf dem ehemaligen Neumann-Gelände soll außerdem eine Umgehungsstraße entstehen, die die Anwohner dort entlasten soll. Auch dafür hat der Stadtrat sein Okay gegeben. Die Bauarbeiten für den „Campus Süd“ sollen laut Cispa „zeitnah“ beginnen. Ein genauer Termin stehe jedoch noch nicht fest. Fest steht aber, dass die Forscher Ende 2026, spätestens aber bis Anfang 2027 den neuen Campus in St. Ingbert beziehen werden.