Blieskastel Blieskastel wird zur Schneemann-City

Familienfoto mit Topfhut-Bernd, Schneebaby und Katze (rechts vorne, gut getarnt): Das Siegerbild der Kinder- und Teenie-Kategori
Familienfoto mit Topfhut-Bernd, Schneebaby und Katze (rechts vorne, gut getarnt): Das Siegerbild der Kinder- und Teenie-Kategorie.

Der Schnee ist inzwischen von gestern, die Freude hält an: Ein Schneemann-Wettbewerb in Blieskastel hat mit knapp 100 Teilnehmern alle Erwartungen übertroffen. Die Stadt hat jetzt die Gewinner gekürt: eine Schneefamilie, gebaut von vier Blieskasteler Kindern, und die Schneeprinzessin einer Alschbacherin.

Die Leute vor Ort auch über die sozialen Medien mehr miteinander ins Gespräch zu bringen und ihnen eine Freude gerade in diesen Zeiten zu machen, das hatte Sandy Will, Mitarbeiterin der Stadt Blieskastel in Sachen Stadtmarketing und Kultur, schon länger vor. Als Mitte Januar Schnee ohne Ende fiel, hatte sie die Idee zur Schneemann-Challenge: Wer baut den schönsten Schneemann, die schönste Schneefrau in der Biosphärenregion?

Lange vorbereiten oder überlegen war nicht. Sie holte sich das Okay von Bürgermeister Bernd Hertzler und legte los. Über Facebook und Instagram schrieb sie den Wettbewerb aus. Und löste eine wahre Bilderlawine aus: Fast 100 Fotos erreichten die Stadtverwaltung in kürzester Zeit. Da waren Single-Schneemänner und -frauen, -paare, ganze Schneefamilien, Schneetiere, Statement-Schneemänner – was auch immer man sich denken kann.

Weiße Familie und ein ausladendes Ballkleid

Die fünf Stadtmitarbeiter, die die Jury bildeten, taten sich nicht leicht, die zehn besten Einsendungen herauszusuchen. Nur bei den beiden Hauptgewinnern hatten zwei eindeutig die Karottennasen vorne: Die Schneefamilie, die Nelly Willems eingereicht und die sie zusammen mit Freunden gebaut hatte, belegte in der Altersgruppe Kids & Teens Platz eins, und die liebliche Schneeprinzessin mit dem ausladenden Ballkleid von Martina Pirrung aus Alschbach siegte in der Kategorie der erwachsenen Teilnehmer. Für beide Erstplatzierte gibt es je einen Bliestaler, „damit wir gerade jetzt zugleich auch die Gewerbetreibenden vor Ort ein bisschen mit der Aktion unterstützen“, sagt Sandy Will. Bliestaler, das ist die Blieskasteler Regionalwährung, die in lokalen Geschäften eingelöst werden kann.

Der Gewinn wird in leckere Pizza umgesetzt

Und was sagen die jungen Gewinner zu ihrem Preis? „Mein Freund Jakob schickte Nelly und mir ein Foto über den Wettbewerb in unsere Whatsapp-Gruppe. Wir nahmen am Wettbewerb teil und trafen uns noch am gleichen Tag. Jeder brachte etwas mit. Eine Mütze, einen Schal oder etwas anderes. Dann fingen wir an, die Schneemänner zu bauen. Nach und nach entwickelten wir Figuren für die sonst leblosen Schneekreaturen“, erinnert sich Noah, wie das war, an jenem 14. Januar. Und Nelly erzählt, dass ihr am besten gefallen hat, dass es ein Gemeinschaftsprojekt mit ihren Freunden war, sie beim Bauen unglaublich viele verrückte Ideen entwickelt und großen Spaß hatten. Aber auch, dass die Familie im Laufe der Bauzeit immer weiter wuchs, inklusive der Katze, die gerne übersehen werde. Und. „Die Freude über den ersten Platz war und ist immer noch riesengroß, da es ein offenes Geheimnis war, dass sehr, sehr viele kreative Schneebauer bei der Aktion mitgemacht haben.“ Ihren Bliestaler möchten die Kinder in Pizza investieren – sobald sie sich wieder gemeinsam drinnen und ohne Mindestabstand und Masken treffen dürfen.

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