Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Der Zuschuss der politischen Gemeinde

Dass die Ortsgemeinde die protestantische Kirchengemeinde nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen will, signalisierte Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) bereits während der Gemeindeversammlung vergangene Woche. Allerdings konnte er die erhofften 20 Prozent nicht sofort zusichern. Er begründete dies mit dem möglichen Veto der Kommunalaufsicht in Ludwigshafen, die einen gemeindlichen Zuschuss erst genehmigen muss. Marohns Beschlussvorschlag in der Ortsgemeinderatssitzung am Dienstag lautete, für die Kirchensanierung zunächst zehn Prozent beizusteuern, da er diese Summe für genehmigungsfähig hält. Gleichzeitig strebt er im Haushaltsjahr 2020 eine Unterstützung in gleicher Höhe an, worüber je nach Haushaltslage gesondert beraten werden muss. Diese Aussage war der SPD-Fraktion zu wenig konkret. Sie wollte bereits jetzt mehr Verbindlichkeit herstellen. Nach ausführlicher Diskussion wurde der Beschluss umformuliert und mehrheitlich angenommen. Das bedeutet: Das Projekt soll mit 20 Prozent, maximal jedoch 220.000 Euro, von der Ortsgemeinde unterstützt werden. Zehn Prozent werden bedingungslos gewährt, weitere zehn Prozent sollen folgen, sobald mit der Kirchengemeinde eine Nutzungsvereinbarung getroffen ist – darüber, dass nach Fertigstellung des Umbaus in der protestantischen Kirche konfessionsunabhängige Trauerfeiern gewährt werden.
