Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Wohnen statt einkaufen

Der Haupteingang der früheren Edeka-Filiale im Ortsteil Dannstadt. Das Gebäude soll abgerissen werden und dem Neubau zweier Mehr
Der Haupteingang der früheren Edeka-Filiale im Ortsteil Dannstadt. Das Gebäude soll abgerissen werden und dem Neubau zweier Mehrfamilienhäuser weichen.

Das ehemalige Edeka-Gebäude in Dannstadt steht seit vergangenem Jahr leer. Nun soll es für zwei Mehrfamilienhäuser weichen. Die Kommune hat nichts gegen das Vorhaben – aber eine Hürde muss noch genommen werden.

Dannstadt-Schauernheim. Kommt nichts Gravierendes mehr dazwischen, darf im Seebachring wohl bald die Abrissglocke anrücken und die ehemalige Edeka-Filiale dort dem Erdboden gleichmachen. Die Supermarkt-Kette ist inzwischen längst neben den neuen Friedhof umgezogen, wo genügend Platz für ein modernes Marktgebäude mit doppelt so viel Verkaufsfläche war. In das alte Domizil wollte hingegen selbst nach intensiver Suche kein Einzelhändler mehr einziehen – nicht mal ein Drogeriemarkt. Dieses Ziel hatte die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim eigentlich in ihrem Einzelhandelskonzept vorgegeben. Dieses hatte sie in erster Linie erstellt, um Edeka in der Kommune zu halten und dem Konzern die angestrebte Modernisierung und Erweiterung seiner örtlichen Filiale zu ermöglichen, was am alten Standort vor allem aus Platzgründen nicht möglich war.

35 Wohnungen sollen entstehen

Da sich also kein Nachnutzer finden ließ, haben sich Verbands- und Ortsgemeinde schließlich damit einverstanden erklärt, auf dem Grundstück an der Ecke Seebachring/Ludwigshafener Straße stattdessen Wohnbebauung zuzulassen. Der Eigentümer der Immobilie möchte anstelle des früheren Einkaufsmarkts zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser bauen. Haus I soll 21 Wohnungen umfassen, Haus II 14 Wohnungen. Für beiden werden insgesamt 70 Stellplätze geschaffen – einschließlich zwei Parkplätze für Autofahrer mit Behinderung. Dafür muss der Bebauungsplan Mitte geändert und erweitert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Plan überarbeitet wird. Mittlerweile heißt er daher Mitte – Änderung XI und Erweiterung II. Die erneute Anpassung hat der Ortsgemeinderat bereits im Juni 2017 beschlossen. Seitdem sind zwei erforderliche Lärmschutzgutachten eingeholt worden. Mehr als zwei Jahre später hat der Bauausschuss nun in seiner jüngsten Sitzung über die Anregungen von Behörden und Versorgungsträgern befunden. Sie sollen in den Entwurf eingearbeitet werden, der wegen der Änderungen erneut öffentlich ausgelegt werden muss. Bürger hatten sich schon in der ersten Runde nicht zu Wort gemeldet, also anscheinend nichts einzuwenden.

Bauantrag ist gestellt

Der Eigentümer hat indes einen Bauantrag für sein Vorhaben gestellt. Damit hat sich der Bauausschuss nur deshalb gesondert befassen müssen, da der geänderte Bebauungsplan noch nicht in Kraft getreten ist. Der muss ja noch mal ausgelegt werden und kann erst verabschiedet werden, wenn es dann keine wesentlichen Änderungen mehr gibt. Da die Gemeinde das Projekt unterstützt und die Vorgaben des angestrebten Bebauungsplans eingehalten werden, hat der Ausschuss dem Antrag das Einvernehmen erteilt. Jetzt muss die Kreisverwaltung in Ludwigshafen darüber entscheiden.

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