Rhein-Pfalz Kreis Vorfreude auf Ostern zeitig geweckt

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FUSSGÖNHEIM. So früh im Jahr hat es schon lange keinen Österlichen Kunsthandwerkermarkt mehr in Fußgönheim gegeben. Doch der Vorfreude auf das Fest und dem Interesse an hochwertiger Osterdekoration tat der Termin kurz nach Fasnacht keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der Strom an Besuchern wollte am Wochenende in der Schlossscheune kein Ende nehmen. Am kommenden Wochenende öffnet der Markt noch einmal seine Tore.

„Es ist der absolute Wahnsinn“, freute sich die Organisatorin des Kunsthandwerkermarkts, Marie Luise Bingemann. Der Zuspruch sei so groß wie sonst an Weihnachten. Viel mehr konnte sie gar nicht dazu sagen, denn schon warteten wieder mehrere Kunden an ihrem Stand, um sich mit selbst hergestellten Gelees, Chutneys und Pralinen einzudecken. Manche holten sich auch einfach ein paar Ideen für die eigene Küche. „Ich möchte ein bisschen spionieren“, gab eine ältere Dame lächelnd zu und warf einen genauen Blick auf die Obst-Kombinationen in den liebevoll gestalteten Gläsern. Die meisten Besucher waren jedoch durchaus in Kaufabsicht gekommen, schilderte Bingemann ihren Eindruck. Die Standbetreiber seien insgesamt sehr zufrieden. Anne-Christel Kruse aus Orbis würde nach eigenem Bekunden am liebsten jedes Wochenende in Fußgönheim ausstellen. „Es ist ein sehr schönes Ambiente hier, auch wenn es eng ist.“ Mit ihrem Stand, an dem sie Gestricktes aus besonderen Garnen und passende Schließen und Broschen anbot, hatte sie eine besonders warme Ecke in der alten Scheune erwischt. Sie freute sich, dass die Besucher sich auch für die Arbeit hinter den Werken interessierten. „Es ergeben sich viele nette Gespräche“, sagte sie. Oben unterm Dach hatte unter anderem Gabriele Ihmels aus Bammental ihren Stand mit fein gearbeitetem Schmuck aus Filz. Dort zeigte sich, dass viele Besucher sich unter dem Begriff „Filzarbeiten“ wohl erst mal etwas Gröberes vorgestellt hatten. Denn immer wieder inspizierten Gäste neugierig die zierlichen Blüten und Blätter, die Ihmels zu Ketten und Ohrringen verarbeitet hat. An einer Kette sitze sie mehrere Stunden, sagte sie. „Aber es lohnt sich und die Menschen mögen es.“ Und wer auf der Suche nach etwas Speziellem zu Ostern war, wurde bei ihr ebenfalls fündig: Es gab gefilzte Eierwärmer, aus denen oben Blüten wachsen. Im Mittelpunkt des Ostermarkts standen an den meisten Verkaufsständen aber natürlich Eier und Häschen. Rund ums Osterei war wirklich jede nur erdenkliche Variante zu finden. Echte Eier in allen Größen – kunstvoll bemalt, lackiert oder mit Stoff überzogen und Bändern verziert. Es waren detailreiche Scherenschnitte aufgebracht oder naturgetreue Tierdarstellungen aufgezeichnet. Es gab Eier aus Holz, die allein schon durch ihre Maserungen zum Hingucker wurden, oder edel schimmernde Eier aus Stein. Individualisten konnten sich vor Ort Eier mit ihrem Namen beschriften lassen. Und mit wunderschönen Lochmustern hatten einige Aussteller auch besonders fragile Kunstwerke geschaffen, welche die Käufer beim Weg durch die Menge vor eine große Herausforderung stellten. Wieder dabei war auch Heinz Schader aus Biblis, dessen Technik für erstaunte Gesichter sorgte. Auf aufgeschnittene Eier hatte er kunstvolle Gebilde aus gelötetem Draht aufgebracht, die teilweise so zart und zerbrechlich aussahen, dass man sich kaum traute, auch nur in ihre Nähe zu kommen. Da waren die vielen Osterhasen aus Holz oder Stoff schon robuster. Und auch so manches Stoffhuhn lugte aus den gut gefüllten Taschen der Besucher hervor, die sich nach einem erfolgreichen Rundgang in gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen stärkten. Am kommenden Wochenende gibt es in der Fußgönheimer Schlossscheune, Hauptstraße 64a, wieder jede Menge zu sehen und zu bestaunen. Zurückkehren lohnt, denn es sind überwiegend neue Aussteller dabei. Geöffnet ist am Samstag, 20. Februar, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 21. Februar, von 11 bis 18 Uhr.

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