Rhein-Pfalz Kreis „Stillstand beenden“

Ziel von Matthias Becker ist, dass Dannstadt-Schauernheim eine lebenswerte Gemeinde bleibt. Aber auch den landwirtschaftlichen Notwendigkeiten müsse man Rechnung tragen. „Das Zusammenspiel muss funktionieren.“ Der 34-Jährige bewirbt sich für die SPD um das Amt des Ortsbürgermeisters. Politik beginnt für ihn an der Basis in der Region und stellt die beste Möglichkeit dar, für die Menschen vor Ort etwas zu bewegen. Statt hinter verschlossenen Türen über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden, möchte der Vater einer Tochter die Gemeinde mit den Bürgern gestalten. Darunter versteht Becker: sie anhören, ihnen zuhören und ein Diskussionsforum anbieten. Kommunalpolitische Erfahrung besitzt er zwar noch keine, aber durch seine Erziehung und seinen Beruf als Betriebswirt habe er gelernt, mit Geld wirtschaftlich umzugehen. „Im Umgang mit öffentlichen Geldern ist mir das ein besonderes Anliegen“, erklärt er. Nach dem Realschulabschluss ließ sich Becker bei der BASF zum Gärtner mit der Fachrichtung Gemüsebau ausbilden und absolvierte anschließend eine dreijährige Zusatzausbildung zum Agrarbetriebswirt an der Fachhochschule Würzburg. Seit 2006 arbeitet er im BASF-Agrarzentrum in Limburgerhof, davor war der Sozialdemokrat für Havita und Enza Zaden tätig. Seine Aufgaben als Bürgermeister und den Beruf unter einen Hut zu bringen, hält er für kein Problem. „Ich habe das vor meiner Kandidatur mit meinem Arbeitgeber besprochen.“ In Dannstadt-Schauernheim aufgewachsen und durch seine berufliche Erfahrung bringt er eigenen Angaben zufolge viel Verständnis und Ideenreichtum für die Dorfentwicklung mit. So verfolgt Becker auch das Ziel, „den Stillstand im politischen Leben und der Entwicklung des Ortes zu beenden“. In seiner Freizeit engagiert er sich bei den Oldtimerfreunden und interessiert sich für Ahnenforschung. Die Geschichte seiner Familie in Dannstadt-Schauernheim reiche bis 1596 zurück, erzählt er. (mamü)